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In eigener Sache

Warum effzeh.com nicht über den „FC-Stammtisch Talk“ mit Werner Wolf und Eckhard Sauren berichtet

Seit einiger Zeit arbeiten der von Ralf Friedrichs seit elf Jahren betriebene „FC-Stammtisch Talk“ und effzeh.com zusammen. Wir berichten seitdem über jede Ausgabe des Talks ausführlich. Bei der 200. Ausgabe des „FC-Stammtisch Talk“ ist das nicht der Fall, was wir bedauern. Die Hintergründe möchten wir unseren Leser*innen jedoch nicht vorenthalten.

Flyer zum "FC-Stammtisch Talk" am 21. Januar | Grafik: Ralf Friedrichs

Für den „FC-Stammtisch Talk“ hatte Veranstalter Ralf Friedrichs die Zusage von FC-Präsident Werner Wolf und Vizepräsident Eckhard Sauren bereits vor einiger Zeit erhalten. Die Talk-Runde ergänzen sollte mit Thomas Reinscheid einer der effzeh.com-Chefredakteure. Für den „FC-Stammtisch Talk“ eine normale Zusammensetzung. Seit jeher bringt die Talk-Runde Medienvertreter, Fans und eben Vereinsvertreter an einen Tisch. Am 15. Januar kündigte Ralf Friedrichs die kommende Ausgabe auf mehreren Kanälen an, veröffentlichte dabei auch die Zusammensetzung der Talk-Runde, und stieß auf reges Zuschauerinteresse.

Am Montagnachmittag, 20. Januar*, wurde die Chefredaktion von effzeh.com von Ralf Friedrichs darüber informiert, dass Vizepräsident Eckhard Sauren plötzlich eindeutig suggeriert habe, nur weiterhin am „FC-Stammtisch Talk“ teilnehmen zu wollen, wenn mit Thomas Reinscheid kein Journalist mit den Vorständen auf der Bühne sitzt. Sollte das nicht der Fall sein, würden Werner Wolf und er selbst kurzfristig absagen.

In Absprache mit „FC-Stammtisch Talk“-Betreiber Ralf Friedrichs, der bei Eintritt des letzteren Szenarios den größten Schaden erlitten hätte, entschloss effzeh.com sich dazu, schriftlich gegen das Vorgehen der beiden Vorstände beim 1. FC Köln zu protestieren, da sowohl Friedrichs als auch die Chefredaktion von effzeh.com hier sowohl den Geist der FC-Charta als auch den der Pressefreiheit verletzt sehen.

Auf das Protestschreiben, das dem Verein am Dienstagnachmittag zugestellt wurde und eine schriftliche Stellungnahme des 1. FC Köln eingefordert hatte, reagierten kurzfristig sowohl Interimsvizepräsident Carsten Wettich als auch Vizepräsident Eckhard Sauren und suchten in Telefonaten das Gespräch mit effzeh.com.

Hier führte Eckhard Sauren** Kommunikationsversäumnisse als Begründung der kurzfristigen Bedingungen an und berief sich zudem auf Zusagen, die es aus Sicht von Ralf Friedrichs und effzeh.com nicht gegeben hat. Wolf und Sauren sei nicht klar gewesen, wie diese Talk-Runde organisiert sei, trotz der frühzeitigen Ankündigung habe man die Zusammensetzung der Runde erst am Montag realisiert, erklärte Vizepräsident Sauren im Gespräch mit Thomas Reinscheid am Dienstagnachmittag. Dabei gehe es nicht um effzeh.com oder um Persönliches betonte Sauren zudem, die Zusammensetzung der Runde mit einem Journalisten auf der Bühne habe den Vorständen aber nicht behagt.

Im Laufe dieses Telefonats schlug Sauren effzeh.com-Chefredakteur Thomas Reinscheid schließlich kurzfristig vor, als Co-Moderator statt als Diskussionsteilnehmer auf der Bühne zu sitzen. Dieser Vorschlag wurde von unserer Chefredaktion jedoch aus grundsätzlichen Überlegungen und der kurzen Vorbereitungszeit abgelehnt. Ein späteres Angebot in einem weiteren Telefonat, den „FC-Stammtisch Talk“ nun plötzlich doch wie geplant durchzuführen, wurde von uns auf Grund der Kurzfristigkeit ebenfalls abgelehnt. Zudem wurde Sauren von effzeh.com darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir eine schriftliche Stellungnahme des Clubs in unserer Berichterstattung selbstverständlich berücksichtigen würden.

Eckhard Sauren äußerte sich auf dem „FC-Stammtisch Talk“ wie folgt: „Es ist so, dass die Abstimmung über die Veranstaltung an diesem Abend zwischen Ralf Friedrichs und mir kommunikativ nicht gut gelaufen ist. Wir sind sehr klar davon ausgegangen, dass nur die drei Leute auf dem Podium sind, mit dem Format, das wir nun haben“, so der FC-Vizepräsident: „Jetzt kann man natürlich kritisieren, dass man das früher hätte recherchieren können. Von der Kommunikation her war für mich klar, dass nur diese drei Leute hier oben stehen werden. Bei unserer Vorstandssendung war es so, dass auch nur die drei Vorstandskandidaten vorne saßen. Es war der Plan, dass wir dieses Format an dieser Stelle wiederholen. Für uns ist die Thematik erst vorgestern aufgekommen. Ich habe heute selber noch eine halbe Stunde intensiv darüber diskutiert, wir haben das Kommunikationsthema dabei aufgearbeitet. Es hatten, wie fast immer in der Kommunikation, beide Seiten ihren Anteil daran, dass es nicht gut gelaufen ist. Ich finde es schade, dass es nicht den Rahmen hat, den manche erwartet haben. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Wir haben zum Schluss dem Herrn Reinscheid angeboten, doch auf der Bühne zu sitzen, das wollte er aufgrund der Kurzfristigkeit nicht.“

>>> Erklärung von Ralf Friedrichs zu den Umständen beim 200. „FC-Stammtisch Talk“

Somit nimmt Thomas Reinscheid an der heutigen Ausgabe des „FC-Stammtisch Talk“ nicht wie geplant teil. Effzeh.com verzichtet zudem auf jegliche inhaltliche Berichterstattung.

*In einer früheren Version des Textes war in Bezug auf den Montagnachmittag vom „21. Januar“ die Rede. Tatsächlich war es der 20. Januar, wir haben den Tippfehler korrigiert. **In einer früheren Version des Textes war von „Vizepräsidenten“ die Rede, was Carsten Wettich inkludiert hat. Tatsächlich hat nur Eckhard Sauren die weiter beschriebene Begründung verwendet. Wir haben die Formulierung daher präzisiert. 

Update (22. Januar, 23 Uhr): Wir haben das von Eckhard Sauren auf dem „FC-Stammtisch Talk“ abgegebene Statement ebenso in den Artikel eingefügt wie die am Mittwochmorgen veröffentlichte Erklärung von Ralf Friedrichs zu der Thematik.

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