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Kurz & Knapp

Vorstellung des Vorstandstrios: „Mit allen Teilen des Vereins ins Gespräch kommen“

In der Woche vor der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln nutzt das Vorstandstrio die Gelegenheit, in Presserunden über die Schwerpunkte zu informieren. Wir fassen das Wichtigste zusammen.

Foto: effzeh.com

Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln hat das designierte Vorstandstrio die Gelegenheit genutzt, um sich in Redaktionsgesprächen beim Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau vorzustellen. Dabei konnten Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren über die Themenschwerpunkte ihrer wahrscheinlich baldigen Amtszeit sprechen und erste Einblicke darüber geben, wie sie sich die Zukunft des 1. FC Köln vorstellen. Und auch ihre Vorstellungsrunde durch die verschiedenen Fangruppierungen wurde angesprochen.

Am intensivsten war die Diskussion dabei in einem Gespräch mit der Ultrà-Gruppierung der „Coloniacs“, wie Wolf gegenüber dem KStA betont, Das Trio wurde „mehr als drei Stunden befragt, ein Thema nach dem anderen, messerscharf, mit Nachfragen. Alle waren sehr gut informiert, sehr strukturiert. Eckhard Sauren ergänzte, dass alle Teilnehmenden „wahnsinnig diszipliniert“ gewesen seien. „Das waren drei Stunden volle Konzentration und absolute Ruhe. Für mich war das sehr interessant und auch beeindruckend.“

Marketing-Claim auf dem Prüfstand

Als wiederkehrendes Thema offenbarte sich unter anderem der Marketing-Claim des 1. FC Köln, den das Trio nach der Wahl auf den Prüfstand stellen möchte. Dass Jürgen Sieger vor kurzem dabei aufgenommen wurde, wie er in einen Fangesang gegen Bayer Leverkusen einstimmte, war auch Thema. Der Rechtsanwalt stellte dazu klar: „Wer da war, weiß, dass das eine reine Spaßveranstaltung war. Das war alles andere als bierernst, und es wurde nichts auf die Goldwaage gelegt. Es ist erstaunlich, was daraus vereinzelt gemacht wird.“ Relativierend schritt Sieger dann auch ein, als es um die Abschaffung der Choreo-Klausel ging, die ebenfalls in diesem Video thematisiert wurde: „Das war auch aus einem Spiel heraus: Wir wurden gefragt, was unsere erste Amtshandlung sein würde, wir durften aus vier unmöglichen Varianten wählen: Geißbockheim verlegen, Stehplätze abschaffen, Stadion in Porz bauen oder Choreo-Klausel abschaffen. Ich musste mich spontan für eines entscheiden.“

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Generell wünscht sich Wolf, dass er und sein Team „mit allen Teilen des Vereins und mit allen Fans und Fangruppen ins Gespräch“ kommen würden. „Wir wollen den Draht zur Basis. Aber für uns ist der Mitgliederrat unsere Verbindung zu den Fangruppen, und zwar zu allen. Wir haben mit dem Mitgliederrat vereinbart, dass er uns ein Konzept zu den Fanthemen vorlegt. Das wird nun erarbeitet.“ Sieger wiederholte in der Folge die bereits bekannte Position, dass das Trio einen kompletten Neubau eines Stadions an einem anderen Standort als Müngersdorf für „nicht finanzierbar“ halte. In Bezug auf das Geißbockheim ist Sieger überzeugt, dass der 1. FC Köln „die besseren Argumente für einen Ausbau“ im Grüngürtel auf seiner Seite habe. Auch Investoren werde es beim FC nicht geben, stellte er klar.

Podolski soll für eine Zusammenarbeit gewonnen werden

Werner Wolf äußerte sich ebenfalls zu einer möglichen Einbindung von Lukas Podolski. „Er will zum FC zurückkehren. Die Tür steht ihm offen, natürlich wollen wir ihn für eine Zusammenarbeit gewinnen. Er überlegt sich, in welche Richtung er gehen will“, erklärte der designierte Präsident. Im Gespräch mit der Kölnischen Rundschau forderte das Dreier-Team etwas allgemeiner: „Wir müssen sportlich wettbewerbsfähig bleiben und wir müssen in der Bundesliga bleiben.“ Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit Toni Schumacher kam dabei zur Sprache. Wolf erklärte: „Ich habe mit Toni und seiner Frau gesprochen. Die Vereinbarung war, dass die beiden sich nach ihrem Urlaub melden und mir mitteilen, was sie sich vorstellen. Bis jetzt haben sie sich nicht gemeldet.“

„Der FC ist ein Unternehmen, das den Mitgliedern gehört.“

Gegenüber der Kölnischen Rundschau konnte Eckhard Sauren erklären, wie sich das Trio fortan „Sportkompetenz“ vorstellt. Diese sei „nicht gleichzusetzen mit der Anzahl von Länder- und Bundesligaspielen“, erläuterte er. „Unsere Aufgabe ist es nicht, in die Geschäftsführung einzugreifen. Für uns geht es darum, uns als Vorstand extern beraten zu lassen, um uns mit der Geschäftsführung auf Augenhöhe austauschen zu können und Dinge gemeinsam voranzubringen. Mit Jörg Jakobs haben wir eine ideale Besetzung für dieses Kompetenzteam.“

Jürgen Sieger fasste die Vorstellungsrunde abschließend mit folgenden Worten zusammen: „Der FC ist ein Unternehmen, das den Mitgliedern gehört. Unsere Aufgabe ist es dabei ökonomisch und mit den Emotionen des Fußballs zu arbeiten.“

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