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Kurz & Knapp

Ultras stellen Support ein – Rückzug aus „AG Fankultur“

Nach effzeh.com-Informationen stellen die Ultra-Gruppen „Wilde Horde“, „Boyz“ und „Coloniacs“ den Support vorerst ein und verlassen die „AG Fankultur“.

© effzeh.com

Die Fronten zwischen dem 1. FC Köln und seinen Ultra-Gruppierungen verhärten sich effzeh.com-Informationen zufolge zunehmend. 

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Beim Spiel gegen Bayern München am Freitag, wie auch in der DFB-Pokal-Partie beim SC Freiburg am kommenden Dienstag, werden offenbar nur vereinzelt Mitglieder der Ultra-Gruppen „Wilde Horde“ und „Boyz“ anwesend sein. Die „Coloniacs“ hingegen werden wohl vor Ort sein, jedoch auf aktiven Support verzichten. 

Außerdem wollen sich offenbar alle drei Ultra-Gruppen bis auf weiteres aus der „Arbeitsgruppe Fankultur“ zurückziehen. Diese wurde vom 1. FC Köln im Jahr 2012 auf Initiative von Präsident Werner Spinner geschaffen, um die Kommunikation zwischen Verein, Polizei und aktiver Fanszene zu verbessern. Unter dem Motto „Mehr miteinander reden und nicht gegeneinander“ sollte für alle Beteiligten eine Verbesserung der Situation und gegenseitiges Verständnis herbeigeführt werden – ein Novum im deutschen Profifußball.

Gut zwei Jahre lang konnte die „AG Fankultur“ durchaus erfolgreiche Arbeit nachweisen – größere Zwischenfälle blieben bis zum Derby in Mönchengladbach aus. Die Anhänger verzichteten zwar nicht gänzlich auf den Einsatz von Pyrotechnik, dieser beschränkte sich jedoch auf bengalische Feuer, die im Vergleich zu Knallkörpern und Leuchtspurgeschossen, die beim Derby eingesetzt wurden, für unbeteiligte Zuschauer weniger Gefahrenpotential bergen.

Die Ultras begründen den Schritt mit ihrer Enttäuschung über das Verhalten des Vereins. Damit dürften wohl die (kollektiven) Strafen, die gegenüber Mitgliedern der „Boyz“ nach dem Derby ausgesprochen wurden, gemeint sein. Nicht nur die aktive Fanszene müsse nun Zugeständnisse machen, sondern auch der Klub. Gleichwohl wisse man, dass es aktuell keinen „Königsweg“ gebe.

Die besagten Ultra-Gruppen wollen sich unseren Informationen zufolge erst treffen, um die Derby-Vorkommnisse selbstkritisch aufzuarbeiten, bevor sie über ihr weiteres Vorgehen entscheiden. In der Zwischenzeit sei es natürlich allen Gruppenmitgliedern selbst überlassen, ob sie trotzdem ins Stadion gehen. Desweiteren sei auch klar, dass die Gruppen schnellstmöglich wieder ins Stadion zurückkehren wollen. Wann das der Fall sein werde, könne man zur Zeit jedoch nicht sagen.

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