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Kurz & Knapp

Timo Horn im Interview bei FC-TV

Über Hypnose-Übungen und einen großen Traum. Im Interview mit dem vereinseigenen Sender steht Timo Horn Rede und Antwort. .

© effzeh.com

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Er gilt als großes Talent und hat sein Können bisher eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sei es in der Jugend des effzeh, in den Jugendmannschaften des DFB oder wie zuletzt als Profi in der 2. Bundesliga. Er strahlt ein unfassbare Ruhe aus und ist der Mannschaft trotz seiner erst 19 Jahre ein großartiger Rückhalt. Im Interview mit FC-TV gibt sich Timo Horn sehr selbstsicher, aber auch kritisch und verrät einige Tricks, wie er mit dem Druck umgeht oder was ihm beim Training hilft.

Anfangs wirkt er noch etwas nervös, man merkt ihm an, dass Interview-Situationen noch nicht zur Regel bei ihm gehören. Aber mit seiner ruhigen Art kaschiert er das sehr gut und spricht über seine Anfänge beim 1. FC Köln im Alter von 9 Jahren, und dass es natürlich ein großer Traum in Erfüllung geht in diesem Stadion regelmäßig bei der Profimannschaft im Tor zu stehen, darauf habe er die ganzen Jahre gehofft. Unterstützung aus der Familie hat er immer gehabt: „Meine Eltern, Großeltern und mein Bruder haben immer an mich geglaubt, aber wichtig ist auch, dass man selbst an sich glaubt“. Dabei ist ihm durchaus bewusst, dass auch andere Umstände seinen schnellen Aufstieg beeinflusst haben. Dabei haben ihm mit Sicherheit auch die Einsätze in den Auswahlmannschaften geholfen, wo viel Wert auch auf persönliche Entwicklung gelegt wird.

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„Im Tor ist man dann manchmal so die ärmste Sau und verzweifelt hier und da schon mal“ wenn die Mitspieler nicht treffen, aber solche Spiele wie gegen Dresden erwartet er immer wieder und irgendwann fallen auch die Tore. Insgesamt ist die Abstimmung mit den Vorderleuten sehr gut für die kurze Zeit, die man zusammen arbeitet. „Die Stimmung in der Mannschaft ist deutlich besser als im letzten Jahr. Es gibt keine Grüppchenbildung. Die Stimmung ist durchweg positiv.“ Natürlich hätten es mehr als 9 Punkte sein können, wenn man die Spielverläufe ansieht, in der Abwehr steht man sehr sicher, es fehlen halt die Tore.

Da Timo seine gesamte Jugend beim 1. FC Köln verbrachte hat er gute Einblicke in die spezielle Jugendarbeit. Im 7. Schuljahr kam er auf die Geißbockakademie. Dort wurde er für die letzten beiden Unterrichtsstunden freigestellt, weil das Nachmittagstraining anstand. Diese Stunden werden aber mit studentischen Hilfskräften wieder aufgearbeitet, so dass er im Moment per Fernstudium das Abitur nachholt und demnächst auch studieren will. In welche Richtung es geht, da ist er noch nicht festgelegt. Generell beschäftigt sich die Nummer 1 sehr viel mit Ernährung und auch mentalen Methoden, die ihm helfen „die letzten Prozente herauszukitzeln“.

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Die Familie ist für ihn ein Rückzugsort, der ihm Kraft gibt, allerdings ist er bereits vor 1 1/2 Jahren bei den Eltern ausgezogen. Seine Freundin ist ihm ein guter Rückhalt in schlechteren Phasen. Das Bewusstsein über das Risiko einer Verletzung, wie es zum Beispiel bei Rene Adler der Fall war, ist vorhanden, auch hier hilft das mentale Trainning. „Der FC ist seit vielen Jahren mein zu Hause, und klar, versucht man da alles aus sich rauszuholen“, so unterstreicht er seine besondere Liebe zum Verein, bei dem er vor der Vertragsverlängerung steht. Dem steht offensichtlich nichts mehr im Weg, weil er hier seine Zukunft sieht.

Natürlich dürfen auch die Fans Fragen stellen: ins Kino geht er gerne, hat dabei aber keine Vorliebe für ein spezielles Genre, sein letzter Film war „Headhunter“ – Freizeit verbringt er viel mit seiner Familie, spielt Tennis oder Badminton – sein Vorbild ist Edwin van der Saar – beim SC Rondorf, seinem Heimatverein, schaut er ab und an vorbei, zum hundertjährigen Bestehen hat er dort auch eine Autogrammstunde gegeben – beim Elfmeter fühlt er sich gut vorbereitet, versucht sich auf die bevorzugte Ecke zu konzentrieren und den Schützen durch Bewegung auszutricksen – seine Ruhe sieht er als Charakterstärke, aber er trainiert auch, dass er öfter mal „aus sich rauskommt“ – die vier Torhüter im Kader verstehen sich gut, „nicht wie bei Kahn und Lehmann“ – Kontakt zu dem geretteten Lamm aus dem Trainingslager gibt es leider nicht mehr – das Einzigartige am FC ist: die Stadt, die Südkurve, das Stadion, die Fans, vor allem nach dem schlechten Saisonstart „diese Stadt lebt für den Verein, und das merkt man als Spieler, rundum positiv“ – zur Winterpause soll der Anschluss an die oberen Plätze wiederhergestellt werden, die obere Hälfte der Tabelle gilt als Ziel.

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