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Letzte Woche fand in Frankfurt ein Montagsspiel statt, heute in Dortmund, übernächste Woche mit effzeh-Beteiligung in Bremen: Bei Fußballfans stößt dieser Termin auf wenig Gegenliebe, wie eine Studie beweist.

Am vergangenen Montag kam es beim ersten regulären Montagsspiel der Saison zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig zu erheblichen Protesten der Frankfurter Anhänger gegen den Spieltermin. Heute Abend dürfte wieder mit Protesten zu rechnen sein, wenn Borussia Dortmund im Westfalenstadion den FC Augsburg empfängt – Teile der Dortmunder Fanszene hatten sogar angekündigt, das Spiel zu boykottieren. Dass der montägliche Termin bei Fußballfans nicht auf Gegenliebe stößt, beweist nun eine Umfrage, die der Verein „FC PlayFair! Verein für Integrität im Profifußball“ in Zusammenarbeit mit dem Sportmagazin „kicker“ und dem Deutschen Institut für Sportmarketing durchgeführt hat. Insgesamt 186.254 Fußballfans haben sich laut einer Pressemitteilung an der Umfrage beteiligt, deren Ergebnis eindeutig ist.

Montagsspiele werden von mehr als 90 % der Fans abgelehnt

Konkret heißt es: „Den Montagabendtermin um 20:30 Uhr lehnen neun von zehn Fußballfans (91,4%) kategorisch ab.“ Auch andere Spieltermine sind unbeliebt: „Die Anstoßzeiten am Sonntag um 18:00 Uhr und insbesondere um 13:30 Uhr werden von der Mehrzahl der befragten Fußballfans abgelehnt.“ 96 Prozent der Befragten sprachen sich für den traditionellen Samstags-Termin um 15:30 Uhr aus, gefolgt von dem Termin um 18:30 Uhr (63,4 %). Eher neutral bewertet wurden die Termine am Freitagabend um 20:30 Uhr und am Sonntag um 15:30 Uhr: Für Ersteren sprachen sich etwa ein Viertel der Fans aus, für Zweiteren knapp die Hälfte der Befragten.

Prof. Dr. André Bühler hat die Umfrage am Institut für Sportmarketing entworfen und bewertet – er konstatiert: „Wenn es DFL und Clubs bislang an klaren Zahlen zum Thema Anstoßzeiten gemangelt haben sollte, so ist dieser Mangel jetzt behoben. Die Zahlen liegen auf dem Tisch und könnten klarer kaum sein.“ Claus Vogt, Gründer und Vorsitzender des „FC PlayFair!“, ergänzt: „Wir sind gespannt, ob und wie DFL und Clubvertreter auf dieses starke Fanvotum reagieren werden.“

>>>Eintracht Frankfurts Umgang mit dem Protest: Der Fußball gehört der Straße

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