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Kurz & Knapp

Kontinuität ist angesagt

Das Präsidium setzt auf Kontinuität. Toni Schumacher über Unzufriedenheit, Enttäuschungen und Erwartungen.

© effzeh.com

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Köln ist sehr speziell. Ca. 80.000 Menschen kriegen den „Arsch huh“, um ein fast in Vergessenheit geratenes Thema, Rassismus und Gewalt, anzuprangern, während zeitgleich 14 Profis genau das nicht schaffen oder aber einfach die Hose voll haben. Zum Glück stand an diesem Wochenende noch der Karnevalsbeginn an, so dass die Krise des effzeh nicht ganz so im Rampenlicht stand wie der Redaktuer der Bildzeitung in seiner Analyse (offensichtlich nur in der Printversion erschienen) zum Besten gab. Eine Stellungnahme des Fanprojekts folgte prompt und enthält eindeutig mehr Fachwissen und wirkt differenzierter. Letztendlich sieht sich der effzeh gezwungen, in Person des Vorsitzenden Harald Schumacher zur sportlichen Situation und eventuell folgenden Konsequenzen Stellung zu nehmen.

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Das Interview auf der vereinseigenen Homepage soll Mitgliedern und Fans vermitteln, dass man weiterhin am begonnenen Weg festhalten wird, man „setzt auf Kontinuität“. Ebenso wie die Fans im Stadion drückt Schumacher zunächst seine Enttäuschung aus, gibt aber zu bedenken, dass er vollstes Vertrauen in die sportliche Leitung hat, die „die Finger in die Wunden steckt“ und alle Missstände versucht so schnell wie möglich zu beseitigen. Resümierend bezeichnet er die Leistungen in Aalen und gegen Duisburg allerdings als ungenügend. Gleichzeitig mahnt er an, dass am Anfang der Saison eben genau auf diesen Umstand hingewiesen und vor zu hohen Erwartungen gewarnt wurde. Auch die immense Aufgabe der Kaderumgestaltung ist ein Thema. Hier gibt Schumacher den Verantworltichen Rückendeckung: „Jörg Jakobs, Frank Schaefer und Holger Stanislawski arbeiten gemeinsam daran rund um die Uhr!“ Ein langer Weg steht uns bevor, „ein Marathon, kein 100-Meter-Lauf“ und hier will der Vorstand eben auf oben erwähnte Kontinuität setzen. Schumacher weiter: „Ich bin lange genug im Fußballgeschäft, um zu wissen: Es gibt in dieser Situation kein Sofort-Allheilmittel, keine Wunderpille! Außerdem gibt es nicht mehr Geld und wir sind noch immer in der zweiten Liga.“ Für die Zukunft sei es wichtig, dass die Mannschaft weiter an sich arbeitet, dass eventuell vorhandene Blockaden gelöst werden, aber auch dass sich jeder Spieler jeden Tag neu hinterfragt. Von den Fans wünscht er sich, dass sie weiterhin die Mannschaft so unterstützen wie bisher.

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