Folge uns
.

Kurz & Knapp

Der Kader: Harte Arbeit und Streichungen

© effzeh.com

Holger Stanislawski feilt weiter an seinem Kader. Während weitere Zugänge wohl nicht eingeplant sind, soll der Kader in den nächsten zwei Wochen verkleinert werden. Dem express gegenüber betonte Stani, dass der derzeitige Kader für seinen Geschmack zu groß sei: „Wir werden nicht mit 26 bis 28 Spielern in die Saison gehen. Wir geben eher noch jemanden ab, als einen Neuen zu holen. In den nächsten 10 bis 12 Tagen wollen wir Klarheit haben.“

Vor Allem die beiden Testspiele gegen die Regionalligisten von der TUS aus Koblenz (07.07.) und den drittklassigen Nachbarn aus Aachen von der Alemannia (10.07.) sollen den Trainer bei seiner Entscheidungsfindung unterstützen. Bringen diese noch keine Klarheit, so werden auf jeden Fall Fitness und Einsatzwillen in Stanis Verständnis eines guten Fußballers eine entscheidende Rolle spielen. Hierzu wird derzeit hart trainiert. Neben Steigerungsläufen und Spielen auf gleich vier Tore, gehörte heute das sehr anspruchsvolle Fußballgolfen (!?) dazu. Im Hintertreffen bezüglich der harten Anforderungen des Trainers an Einsatzwille und körperlicher Fitness sind auf jeden Fall Jajalo, Pezzoni, Chihi und Matuschyk, die alle im zu dicht besetzten Mittelfeld (14 Spieler!) am stärksten spielen. Während die drei erstgenannten derzeit nicht voll aufgrund von kleineren Verletzungen trainieren können, gilt für Adam Matuschyk das gleiche wie letzte Saison: Im defensiven Mittelfeld haben wohl andere eine größere Chance auf einen Stammplatz.

Neben dem Mittelfeld ist auch der defensive linksaußen in der Diskussion (ha! wer hätte da mal an ein Überangebot gedacht?). Auf der Position sind gleich drei Spieler im Angebot. Eichner, Wimmer und Giannoulis! Letzterer zeigte in Griechenland eine überdurchschnittliche Saison und macht damit Eichner deutlich mehr Druck als erwartet. Während einer von den beiden wohl den Stammplatz auf der linken Seite besetzen wird, wird der andere den Verein im Gegenzug wohl verlassen. Kevin Wimmer steht als Neuzugang und Perspektivspieler außer Diskussion und eine dreifach besetzte Position kann sich der Verein wohl nicht leisten.

Hinzu kommt, dass Stani nur Spieler im Kader haben möchte, die auf jeden Fall zu Einsatzzeit kommen: „Niemand will das ganze Jahr nur trainieren. Jeder, der im Kader ist, soll klare und realistische Chancen auf Einsatzzeiten haben.“

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Spieler von denen der Trainer nicht 100% überzeugt ist, wohl keine Chance auf den Saisonkader haben werden. Holger Stanislawski übt damit wohl kalkulierten Druck auf die Spieler aus. Sie sollen sich in diesen letzten vier Wochen vor Saisonstart nochmal richtig reinhängen, so dass im letzten Vorbereitungsspiel gegen Heerenveen die optimale 11 auflaufen kann.

 

Mehr aus Kurz & Knapp

.