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Kurz & Knapp

Achim Beierlorzer im Gespräch: „Mein Job hängt nicht an Armin Veh“

Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach spricht Achim Beierlorzer über seine ersten Monate in Köln und die Zusammenarbeit mit Armin Veh.

REUTLINGEN, GERMANY - JULY 14: Achim Beierlorzer Head coach of 1.FC Koeln looks on ahead of the pre-season friendly match between SSV Reutlingen v 1. FC Koeln at Stadion an der Kreuzeiche on July 14, 2019 in Reutlingen, Germany. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Nächstes Heimspiel, nächster Kracher für den 1. FC Köln – am Samstag wartet mit Borussia Mönchengladbach eine der besseren Mannschaften in der Bundesliga. Zudem herrscht zwischen dem FC und den „Fohlen“ eine bereits lang anhaltende Rivalität, was dem Spiel noch zusätzlich Feuer verleihen dürfte. Für Trainer Achim Beierlorzer und viele seiner Spieler wird es das erste Mal sein, dass sie die Farben des 1. FC Köln in einem Derby vertreten. Der Tragweite des Spiels wird man sich auch dadurch bewusst, dass die mediale Lage im Vorfeld der Partie ein wenig anders ist – der Express traf nämlich den Kölner Coach zum Interview.

„Die enorme Brisanz kriegt man natürlich mit, man merkt jetzt schon, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Deshalb hoffe ich einfach, dass es fair und gewaltfrei bleibt“, sagt der ehemalige Regensburger Trainer zum ewig jungen Duell zwischen Köln und Gladbach. Er schränkt im Gespräch mit dem Express aber auch ein: „Wir sprechen immer noch über Fußball. Es soll ausschließlich auf dem Platz im Kampf um die drei Punkte zur Sache gehen. Und da wollen wir liefern.“ Und um die Gladbacher schlagen zu können, die seit Jahren eine gute Rolle in der Bundesliga spielen, verlangt der Franke von seiner Mannschaft eine „aggressive Zweikampfführung“. Insgesamt zeigt er sich optimistisch und sagt: „Wir müssen die Topstars in der Offensive in den Griff bekommen und wir müssen versuchen, ihren Spielaufbau so früh wie möglich zu stören. Wir sind bereit, wir sind fast vollzählig und das macht mich für dieses Spiel zuversichtlich.“

Zufrieden mit den ersten Monaten beim 1. FC Köln

Dass er und Marco Rose beide aus der RB-Fußballschule kommen und dementsprechend einen ähnlichen Stil pflegen, sieht Beierlorzer anders – er weigere sich, sich zum „RB-Kosmos“ hinzuzuzählen, schließlich habe er bereits vor seiner Zeit in Leipzig diesen Fußball spielen lassen. Erst wegen seiner Spielidee sei er überhaupt nach Leipzig geholt worden. Mit den ersten Monaten in der Domstadt zeigt er sich zufrieden: „Es läuft wie erhofft. Ich bin alleine, ohne Trainerteam oder meinen besten Freund an meiner Seite, nach Köln gekommen – aber mit voller Überzeugung, weil ich viele Gespräche geführt hatte mit den Menschen, mit denen ich jetzt zusammenarbeite.“ Angst vor der enormen Emotionalität des Klubs besonders in schwierigen Zeiten habe er keine, lässt er verlauten: „Der FC ist emotionaler als andere Vereine, darauf bin ich eingestellt. Das beeinflusst aber mein Handeln nicht – und das darf es auch nicht.“

„Armin Veh ist für mich ein Volltreffer.“

Und auch die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Sport Armin Veh verläuft offensichtlich ziemlich gut, wenn man Beierlorzers Worten Glauben schenken mag. „Armin Veh ist für mich ein Volltreffer. Ich habe es immer schon geliebt, wenn Menschen geradlinig, offen und ehrlich sind. Armin verkörpert das. Wir haben einen super Austausch“, schwärmt er von der gemeinsamen Arbeit.“ Trotzdem hänge sein Job nicht an Veh, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft.

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Jorge Merés Situation kam im Gespräch mit dem Boulevard-Blatt auch zur Sprache. Der Spanier, jüngst U21-Europameister mit Spanien geworden und in der letzten Saison eine der Stützen, kam zuletzt nicht in der Innenverteidigung zum Einsatz. „Jorge muss unser Spiel noch mehr annehmen. Er kann das zu 100 Prozent, ich sehe ihn auf einem guten Weg. In der Vorbereitung gegen Villarreal hat er das zum Beispiel gezeigt, hat extrem aggressiv nach vorne verteidigt. Da muss er wieder hin“, gibt der Trainer den Weg für das spanische Nachwuchstalent vor.

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