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Kurz & Knapp

Veh im DAZN-Matchday-Feature: „Es liegt nicht nur an mir, ob ich beim 1. FC Köln verlängere“

Rund um das Heimspiel des 1. FC Köln gegen Dortmund war DAZN für ein Matchday-Feature über die „Geißböcke“ am Start. Dabei sprach effzeh-Sportchef Armin Veh auch über seine Zukunft – effzeh.com kam ebenfalls zu Wort.

Zwei Spiele, null Punkte: Der Saisonstart des 1. FC Köln ist nicht wunschgemäß verlaufen, wenngleich Niederlagen beim VfL Wolfsburg und zuhause gegen Borussia Dortmund als Aufsteiger nicht verwerflich sein dürften. Besonders der couragierte Auftritt im Heimspiel gegen den BVB hat den „Geißböcken“ Mut gemacht, dass der Weg, den die Mannschaft unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer derzeit geht, der richtige sein könnte.

„Es ist genau das entstanden, was wir erzeugen wollten. Wir wollten durch unsere Art, Fußball zu spielen, die Fans mitnehmen“, erklärte Beierlorzer im DAZN-Matchday-Feature, das der Sender zu jedem Freitagabendspiel produziert und in dem auch effzeh.com-Redakteur Thomas Reinscheid zu Wort kommt. „Am Ende haben die Fans ein ganz gutes Gespür dafür, ob eine Mannschaft alles investiert. Diesen Respekt hat die Mannschaft am Freitag von den Fans bekommen“, unterstrich der gebürtige Franke das Zusammenspiel zwischen Spielern und Publikum beim Duell zwischen David und Goliath, das letztlich Goliath für sich entscheiden konnte.

Lob, aber keine Punkte für den 1. FC Köln

„Es freut mich schon, wenn beispielsweise ein Mats Hummels zu unseren Spielern sagt: Es ist so unangenehm gegen euch zu spielen, behaltet euch das für die Saison“, sagt der neue effzeh-Coach, dem allerdings auch bewusst ist: „Wir kriegen jetzt viel Lob, haben aber nichts. Wir haben keinen einzigen Punkt gekriegt für dieses Spiel. Aber: Die Art und Weise war sehr gut. Jetzt müssen wir beharrlich weitergehen, es darf kein Zaudern kommen“, nimmt Beierlorzer seine Mannschaft in die Pflicht. Trotz der zwei Niederlagen zu Beginn der Saison sollen die Spieler weiterhin Vertrauen in die Spielidee haben.

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Vertrauen, das Achim Beierlorzer bei den Verantwortlichen des 1. FC Köln unumstritten genießt. Sein einziger Ansprechpartner sei der damalige Regensburger Trainer gewesen, betont FC-Sportgeschäftsführer Armin Veh immer wieder. Nach der Entlassung von Markus Anfang sei Beierlorzer sein Wunschkandidat gewesen, bei dem alles stimmen würde. Die Rückendeckung seines Vorgesetzten dürfte dem 51-jährige Fußballlehrer auch bei einem erweiterten Fehlstart gewiss sein. „Wichtig ist, was ich sehe, das ist für mich entscheidend. Ich sehe, wie die Mannschaft und das Trainerteam zusammenarbeiten. Daher wird es ruhig bleiben, solange ich voll davon überzeugt bin“, betont Veh bei DAZN.

Veh: „Ein gutes Verhältnis für den Verein wichtig“

Wie lange allerdings der ehemalige Meistercoach seinen Job bei den „Geißböcken“ noch ausüben wird, steht noch in den Sternen. Vehs Vertrag läuft bis zum Sommer 2020, über eine Verlängerung wurde angesichts des Führungsvakuums in der effzeh-Vorstandsetage noch nicht gesprochen. Nach der Wahl eines neuen Präsidiums, das stellt der Kölner Sportchef in Aussicht, werde Bewegung in die Sache kommen. „Ich kenne den neuen Vorstand nicht so gut, dass ich irgendwas beurteilen kann. Aber für den Verein wäre es wichtig, dass man ein gutes Verhältnis hat. Dass man durchaus auch ab und zu anderer Meinung sein kann, aber die getroffenen Entscheidungen gemeinsam nach außen gibt. Ganz wichtig ist es, den Verein in ruhige Fahrwasser zu bringen“, skizziert Veh die anstehenden Aufgaben.

„Auch wenn das vielleicht romantisch ist: Mir ist schon wichtig, mit wem ich zusammenarbeite.“

„Alles andere wird man sehen. Wir werden uns sicherlich relativ kurzfristig unterhalten und schauen, wie die Zusammenarbeit ist. Dann liegt es nicht nur an mir, ob ich verlängere, sondern es liegt auch am neuen Vorstand. Dann kommen wir zusammen – oder wir kommen nicht zusammen“, konkretisiert der 58-Jährige. Wichtig sei ihm dabei im Binnenverhältnis vor allem Harmonie, wie er einmal mehr unterstrich: „Auch wenn das vielleicht romantisch ist: Mir ist schon wichtig, mit wem ich zusammenarbeite. Wenn das nicht funktionieren würde, auch zwischenmenschlich, wenn es immer nur Reibereien geben würde, dann will ich das nicht mehr“, so Veh.

Entscheidung vermutlich bis Jahresende

Hilfreich sei ihm dabei vor allem seine große Erfahrung im Fußball-Business: „Je länger man im Job ist, desto mehr weiß man, wie es nicht geht. Und wenn ich das weiß und es passiert trotzdem, dann werde ich mich natürlich entsprechend positionieren, weil ich glaube, dass das das Beste für den Club ist. Auf Dauer nicht mit einer Stimme zu sprechen – das will ich nicht. Das ist etwas, das auf Dauer nicht hilft und auch nicht Erfolg bringt“, schließt der FC-Sportgeschäftsführer, der den Verein aber auch im Falle seines Abschieds gut aufgestellt wähnt. Ob und wie es mit Armin Veh beim 1. FC Köln weitergehen wird – es entscheidet sich vermutlich bis Jahresende.

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