Folge uns
.

Kurz & Knapp

Zoller nach Pleite und Fanfrust in Berlin: „Es macht keiner mit Absicht“

Der 1. FC Köln verliert in Berlin, kann den Traum vom Klassenerhalt so gut wie begraben und spürt erstmals den Frust der Fans. Simon Zoller kann die Anhänger verstehen – so lang die Kritik im Rahmen bleibt.

BERLIN, GERMANY - APRIL 14: Stefan Ruthenbeck, coach of Koeln, (2nd right) and players of Koeln applaud their supporters after the Bundesliga match between Hertha BSC and 1. FC Koeln at Olympiastadion on April 14, 2018 in Berlin, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)
Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Köln verliert in Berlin, kann den Traum vom Klassenerhalt so gut wie begraben und spürt erstmals den Frust der Fans. Simon Zoller kann die Anhänger verstehen – so lang die Kritik im Rahmen bleibt.

Nach dem 30. Spieltag scheint das Schicksal des 1. FC Köln besiegelt zu sein: Der sechste Abstieg der Vereinsgeschichte kommt unaufhaltsam näher. Nach der Niederlage am Samstag gegen Hertha BSC bekamen die Kölner Spieler erstmals in dieser Saison den Frust der Anhängerschaft nach dem Spiel beim Gang in die Kurve deutlich zu spüren. Offensivspieler Simon Zoller, der gegen die Hertha nach gut zwanzig Minuten angeschlagen ausgewechselt wurde, kann den Frust der Fans nachvollziehen. „Man kann die Kritik verstehen und man nimmt sie auch an.“

Der Stürmer findet aber auch mahnenden Worte: „Vereinzelte Reaktionen sind nicht angebracht“, erklärt Zoller im Interview auf der Club-Webseite. „Wenn Spieler beleidigt werden, die in den letzten Jahren sehr viel für diesen Verein geleistet haben, dann ist es über der Grenze.“ Die Mannschaft wisse schließlich, was sie „verbockt“ habe, so Zoller. „Es macht aber keiner mit Absicht.“

Keine strukturelle Verletzung bei Zoller

Den Traum vom Klassenerhalt scheint derweil auch Zoller mittlerweile mehr oder weniger begraben zu haben. „Es wäre vermessen, Durchhalteparolen rauszuhauen. Die Situation ist klar.“ Dennoch wolle man sich in den letzten vier Spielen natürlich gut präsentieren. „Für uns selbst und für die Fans wollen wir noch ordentliche Spiele abliefern. Außerdem geht es für unsere Gegner Schalke, Wolfsburg und Freiburg noch um viel.“

Zoller selbst kann in den kommenden Spielen vermutlich wieder mitmischen. Bei einer Untersuchung am Sonntag wurden keine „strukturellen Verletzungen“ festgestellt. Man wolle nun von Tag zu Tag schauen, wie sich der lädiert linke Oberschenkel des Offensivspielers entwickelt. „Ich hoffe, dass ich vielleicht schon wieder am Sonntag spielen kann“, gab Zoller den zeitlichen Rahmen seiner Genesung vor.

Mehr aus Kurz & Knapp

.