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Vorspiel

Heimspiel des 1. FC Köln gegen Sandhausen: Personalpuzzle für Markus Anfang

Viele Diskussionen gab es zuletzt rund um den 1. FC Köln. Am Samstag steht das nächste Spiel an, Gegner ist der SV Sandhausen. Was für ein Spiel und Gegner uns erwarten, erläutert das Vorspiel.

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Wenn man die zurückliegende Woche des 1. FC Köln mit einem Wort beschreiben möchte, wäre „interessant“ keine so schlechte Wahl. Die Niederlage gegen Paderborn setzte eine Reihe von Ereignissen in Gang, in denen zuerst Armin Veh öffentlich den Druck auf Markus Anfang erhöhte und dann noch eine „Spitzel“-Affäre rund ums Geißbockheim die Runde machte.

Speziell der Geschäftsführer Sport machte am Tag nach dem Bekanntwerden der „Sportbuzzer“-Story mehr als deutlich, was er davon hielt: „hanebüchen“, „starker Tobak“, „völliger Schwachsinn“ und das endgültige Fazit „Dafür muss man schon richtig scheiße denken!“ waren die verwendete Attribute. Unabhängig davon, wie groß der Wahrheitsgehalt an dieser Geschichte tatsächlich ist – man kommt nicht umhin zu konstatieren, dass der 1. FC Köln sich wieder in genau den Verein metamorphosiert, der er vor ein paar Jahren schon einmal war.

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Neu hinzugekommen in dieses Kölsche Konglomerat sind mögliche durchgesteckte Interna an die Presse und ein angezählter Trainer, dessen Zukunft mehr oder weniger unmittelbar von den Ergebnissen aus den nächsten drei Spielen abhängen dürfte. Sandhausen zuhause am Samstag, dann unter der Woche zum Nachholspiel nach Aue, bevor es nach Ingolstadt geht – gegen diese drei Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel sollte der 1. FC Köln tunlichst punkten, um das anvisierte Ziel des direkten Wiederaufstiegs nicht noch weiter zu gefährden. Den Auftakt in diese Englische Woche macht der Heimauftritt gegen den SV Sandhausen, seines Zeichens Tabellen-17. mit ebenso vielen Punkten. Bis dato stehen drei Saisonsiege für die Kurpfälzer zu Buche, den letzten gab es vor drei Spieltagen gegen den VfL Bochum.

Rückkehr für Koschinat – Personalpuzzle beim 1. FC Köln

Das Spiel in Köln wird auch zu einer Rückkehr für Uwe Koschinat – der Fußballlehrer ist seit Mitte Oktober in Sandhausen tätig und war vorher lange Jahre beim Südstadt-Verein Fortuna Köln an der Seitenlinie unterwegs. Zuletzt gelang es ihm und seiner Mannschaft laut eigener Aussage, eine „hohe Stabilität“ zu erlangen – diese äußerte auch beim letzten Auftritt des SVS in Darmstadt, bei dem ein sehr diskutabler Elfmeter den Ausgleich für die Hessen brachte. Zuvor verlor die Koschinat-Elf mit 0:2 bei Union Berlin, eine Woche vorher gelang ein überraschender 3:0-Erfolg gegen den VfL Bochum. Auf Seiten der Gäste könnte mit Fabian Schleusener der beste Torschütze (neun Tore) ausfallen, er leidet an einem grippalen Infekt.

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Einen solchen machte Markus Anfang auch bei Lasse Sobiech aus, der ebenfalls fraglich ist – der ehemalige Paulianer sollte eigentlich für Rafael Czichos in die Startelf rücken. Dieser hatte gegen Paderborn seine fünfte gelbe Karte gesehen und wird daher zum ersten Mal in dieser Saison nicht von Beginn an für den effzeh auflaufen. Sollte Sobiech wirklich ausfallen, könnte Frederik Sörensen sein Startelf-Debüt geben. Offen ist dabei auch, ob Jonas Hector nicht vielleicht den Posten als linker Innenverteidiger in der Dreierkette übernimmt. Gleichzeitig werden die Dienste des Nationalspielers aber auch auf der linken Seite benötigt, da Florian Kainz dort aufgrund seiner Ampelkarte aus dem Paderborn-Spiel ebenfalls ausfallen wird.

Sandhausens Plan: Auf Konter spielen

Die normale Formation des Gegners aus Sandhausen sieht ein 4-2-3-1 vor, in dem der ehemaliger Hamburger Dennis Diekmeier auf der rechten Abwehrseite agiert. Mit Sören Dieckmann kam im Winter von der U23 des BVB ein weiterer Neuer. Auch Tim Knipping hat sich nach langer Verletzungspause wieder in die Mannschaft gespielt, er wird neben Jesper Verlaat aufgeboten. SVS-Trainer Koschinat dürfte darauf setzen, dem 1. FC Köln den Ballbesitz zu überlassen und über intensive Arbeit gegen den Ball zu Umschaltaktionen zu kommen – ob die Sandhäuser dabei dieselbe Qualität auf den Platz bringen können wie Union Berlin oder der SC Paderborn, erscheint eher unwahrscheinlich.

Auf der nächsten Seite: Was der 1. FC Köln plant – und warum er gewinnen muss.

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