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Unser effzeh steigt mit absoluter Sicherheit auf

Im Fitness-Studio wird gerosimo klar, dass alle Vorzeichen für den effzeh sprechen und dass die Früchte des Erfolges schon zum Greifen nah sind.

© effzeh.com

Borussia Dortmund sei der einzige ernsthafte Verfolger von den Bayern, meint ungefragt einer der Freizeitsportler im Fitness-Studio um die Ecke. Um dann direkt zu ergänzen, dass den anderen schon die Luft ausgehen werde … und man das jetzt ja schon spüren könne … Was denn mit der Heimniederlage des BVB gegen Schalke vor einer Woche sei, fragt ein Anderer, der sich offenbar an dem Monolog stört. Der Grund für dieses Störgefühl kann unter anderem darin zu finden sein, dass sich besagtes Fitness-Studio am Stadtrand von Hannover befindet und sich hier keiner für Dortmund interessiert. Offenbar ist aber genau das dem Redner egal … im Gegenteil … er fühlt sich zusätzlich motiviert: „Das ist vorbei. Wir müssen nach vorne schauen. Dann wird es ein echter Zweikampf um den Titel.“

Es kommen noch einige weitere Zeilen, denen ich aber keine Aufmerksamkeit schenke, sondern stattdessen über den Zweikampf um den Titel sinniere … über das Spitzenspiel vom vergangenen Freitag … über ein Spiel, über welches noch Generationen von Kindeskindern sprechen werden … der EXPRESS hatte passend getitelt: „FC spielt sich ins kölsche Hätz zurück – Die Leidenschaft ist wieder da“ … hier ist natürlich die Rede von dem 3:3-Sieg unseres effzeh gegen die Teufel …

Hatte ich doch gelernt, dass es völlig nebensächlich war, was gestern oder vorgestern passierte, schaffe ich mir gedanklich meine eigene Welt … und sie gefällt mir … und sie gefällt mir immer mehr … denn nun weiß ich sicher: Der effzeh steigt auf!!!

Es ist noch unklar, ob wir Meister oder Vizemeister werden … es wird ein echter Zweikampf um den Titel … ich bin mir sicher … absolut … kein Zweifel … das Einzige, was sicher ist … die Tabelle lügt … und sagt zugleich die Wahrheit …

Lässt man die belanglosen ersten sechs Spieltage dieser Saison einfach mal außer Acht, dann stellt sich das folgende Bild dar: Der 1. FC Köln hat aus fünf Punktspielen drei Siege und zwei Unentschieden erlangt … quasi unbesiegbar stehen die Domstädter mit 11 Punkten aus diesem Zeitfenster dar … kein Verein hat in dieser Zeit mehr Punkte erzielt als Köln … ja gut, Bayern (12) und Schalke (13) …

Mit 11 Toren, darunter das kommende Tor des Monats von Christian Clemens beim Triumph gegen Lautern, bietet der effzeh (lässt man das Tontaubenschießen im Erzgebirge letzte Woche mal beiseite) während dieser Zeit den erfolgreichsten Sturm der Liga auf … schaut man nach weiter nach oben, dann sind nur die eingangs erwähnten Bayern und Dortmunder noch minimal erfolgreicher …

Die Diskussion im Fitness-Studio um Bayern, Schalke und Dortmund macht halt doch irgendwie Sinn … sofern man den effzeh nicht außen vor lässt … versteht sich …

Denn den Kölnern gehört das Momentum … sprang der Hamburger SV binnen der letzten fünf Spieltage von 15 auf 7 oder der VfB Stuttgart gar von 17 auf 8, so erreichten beide hierbei lediglich 10 Punkte und verloren sogar jeweils einmal … nicht so der effzeh … von 17 auf 10 – ohne Gedanken an die Option einer Niederlage – stürmend, liefern die Kölner den wahren Hit der Saison … also so etwas wie den „Gangnam Style“ im Profi-Fussball … ein direkter Aufstiegsplatz ist für die Rheinländer nur noch eine Frage von wenigen Spiel-Tagen …

Wie Phönix aus der Asche auferstanden jagt der effzeh von Spiel zu Spiel … von Erfolg zu Erfolg … und erzielt dabei mal eben unbeschreibliche vier Auswärtstore im DFB-Pokal … was dann wieder genauso viele Treffer sind wie sie Dortmund und Bayern in der gleichen Runde erzielt haben …

Es entwickelt sich also ein Wettbewerb auf Augenhöhe, bei der nach und nach die gegenwärtigen Wegbegleiter aufgeben werden … was war doch gleich mit den hochgepriesenen Braunschweigern? Ausgeschieden! … und die angebliche Übermannschaft aus Kaiserslautern? 0:4 untergegangen! … Hertha BSC? Niemand erinnert sich an deren Pokalteilnahme (außer den Wormsern natürlich) …

Weiteres Fallobst wird im Achtelfinale des DFB-Pokals eliminiert werden … bis … bis dann nur noch wahre Spitzenvereine … um die Reise zum Finale nach Berlin kämpfen … da treffen die wahren Helden der Gladiatoren in der Vorschlussrunde aufeinander … neben den Mannschaften, die schon jetzt in drei Wettbewerben unterwegs sind … also Bayern, Dortmund und Schalke … der Club, der mehr als nur auf Augenhöhe mit Deutschlands Top-Vereinen steht – unser 1. FC Köln.

Offenkundig befindet sich der effzeh längst auf internationalem Niveau. Immerhin haben wir Nationalspieler wie Miso Brecko in unseren Reihen … und außerdem ist Daniel Royer Österreicher …
Sprechen Pessimisten bislang noch von einer Europapokalteilnahme unseres effzeh ab dem Jahre 2014 … und Irrealisten gar von unsäglichen Jahreszahlen wie „2015“ … so spreche ich aus, was ausgesprochen werden muss: „Der effzeh qualifiziert sich diese Saion für den Europapokal. Singt alle mit: EU!!! RO!!! PA!!! PO!!! KAL!!! – EU!!! RO!!! PA!!! PO!!! KAL!!!“

Schlagartig ist es still um mich herum … keiner bewegt sich mehr im Mallia Zirkel oder auf den Cross-Trainern … eine Dame um die fünfzig – eben noch auf dem Laufband – fragt, ob es mir gut gehe, ob ich etwas Wasser benötige oder gar Fieber hätte …

„Ja, ich habe Fieber. Ich habe es wieder. Nein, ich hatte es nie verloren!“, spreche ich … stehe auf … und klopfe im Vorrübergehen dem Dortmund-Fan kumpelhaft auf die Schulter: „Keine Sorge. Dieses Jahr nehmen wir Euch den Champions-League-Platz noch nicht weg. Dafür bin ich zu sehr Realist.“

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