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Der 1. FC Köln hat am Freitagnachmittag neue Sicherheitsmaßnahmen bei Spielen im Müngersdorfer Stadion angekündigt. Ab sofort gilt bei allen Heimspielen Sektorentrennung.

Beim 1. FC Köln steht am Wochenende das nächste „Endspiel“ auf dem Programm. Nach drei Siegen in Folge in der Bundesliga braucht die Elf von Stefan Ruthenbeck auch gegen die Gäste aus Augsburg dringend einen Sieg, um sich weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt offen zu halten. Bei der Aufholjagd kommt dem FC auch zu Gute, dass der Bundesliga-Spielplan nun zwei Heimspiele in Folge für die „Geißböcke“ vorsieht. Nach dem Duell gegen die Fuggerstädter geht es am kommenden Freitag gegen Borussia Dortmund um Ex-FC-Trainer Peter Stöger.

Während traditionell in Müngersdorf mit leidenschaftlicher Unterstützung zu rechnen ist, gilt es für die Kölner Fans ab Samstag allerdings eine Änderung zu beachten: Ab sofort gilt für alle Spiele im heimischen Stadion Sektorentrennung im inneren Stadionumlauf. Der äußere Umlauf ist derweil nicht betroffen, das erklärte der Verein am Freitagnachmittag. Gerade hinsichtlich der am Samstag geplanten Demonstration von Kurden in der Kölner Innenstadt, sollten die Anhänger also frühzeitig genug anreisen, um rechtzeitig den für sie passenden Stadioneingang zu erreichen.

So begründet der FC die Maßnahmen

Auf effzeh.com-Nachfrage begründete der 1. FC Köln die Sofortmaßnahme mit den Vorfällen beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem es nicht nur zum Fahnenklau durch Kölner Fans, sondern auch zu einem versuchten Blocksturm der Gladbacher Anhänger gekommen war. Derartige Aktionen sollen durch die dauerhafte Sektorentrennung deutlich erschwert werden, erklärte der Kölner Medien-Chef Tobias Kaufmann. Außerdem erhofft man sich beim Bundesligisten auch, durch die Maßnahme das Hereinschmuggeln von nicht genehmigten Bannern und sonstigen im Stadion nicht erlaubten Materialien unterbinden zu können. Bis auf Weiteres will man beim 1. FC Köln an der neuen Regelung festhalten, wenngleich die Vorfälle im Derby gegen Mönchengladbach bereits bei einem Spiel mit eben jener Sektorentrennung erfolgten.

Probleme bei der Ticketabholung hinter der Südkurve erwartet der Verein derweil nicht – es handle sich nur um wenige Anhänger, die keine Eintrittskarte für die Südkurve hätten, ihre Auswärtstickets aber dennoch dort abholen würden. Für die betroffenen Fans wird es daher einen alternativen Abholort geben. Sollte diese Regelung in der Zukunft zu Problemen führen, könne der Abholtreffpunkt aber auch in eines der Tickethäuschen vor dem Stadium verlegt werden, erklärte der Verein.

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