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Kurz & Knapp

Pyro nein – Stehplätze ja

© effzeh.com

Durch Fans gezündete Pyrotechnik in Stadien bleibt weiter verboten und soll konsequent verfolgt werden, die Stehplätze bleiben erhalten. Außerdem soll den Fanprojekten mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Das ergab der Sicherheitsgipfel des deutschen Fußballs.

Auf dem Sicherheitsgipfel des deutschen Fußballs berieten sich Vertreter von 53 Profivereinen, der DFL, des DFB und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Anwesend waren unter anderem auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier (CDU), DFL-Ligapräsident Reinhard Rauball und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Als Ergebnis verabschiedete man einen Verhaltenskodex gegen Gewalt und Pyrotechnik in deutschen Stadien. Außerdem einigte man sich darauf, die Stehplätze auch in Zukunft beizubehalten.

Darüberhinaus wird den Fanprojekten in Zukunft 50% mehr Geld zur Verfügung stehen und die Höchstdauer von Stadionverboten wurde von drei Jahren auf zehn Jahre heraufgesetzt. „Die erst 2007 vorgenommene Aufweichung wird somit auf Grund der neuen Intensität von Ausschreitungen und Regelverstößen zurückgenommen“, zitiert die „Tagesschau“ aus einer Stellungnahme.

Der Sicherheitsgipfel des deutschen Fußballs war als Folge der zunehmenden Ausschreitungen in deutschen Stadien in den letzten Jahren, vor allem in der vergangenen Spielzeit, einberufen worden. Union Berlin folgte als einziger Profiverein der Einladung nicht. Der nun verabschiedete Kodex war den Vereinen erst am Montag zugesandt worden, wogegen der Berliner Verein durch die Abwesenheit protestierte.

Der Verhaltenskodex im Wortlaut

„Der vorliegende Verhaltenskodex definiert die wichtigsten Grundsätze zur Wahrung eines gewaltfreien, sicheren und fairen Wettbewerbs im deutschen Fußball. Er beschreibt Verhaltensregeln zum Schutz der Zuschauer bei Fußballspielen und zur Förderung einer friedlichen Fußballkultur. Der Kodex ist das gemeinsame Bekenntnis der Vereine und Verbände, alle notwendigen Maßnahmen für noch mehr Sicherheit umzusetzen, sich deutlich sichtbar von Störern, Randalierern und Gewalttäter zu distanzieren und damit die Grundwerte des Fußballs zu bewahren.

Mit dem vorliegenden Verhaltenskodex erklären wir: Wir treten für die Werte des Fußballs ein Fußball ist ein gesellschaftliches Gemeinschaftserlebnis, das Millionen Menschen auf emotionale und friedliche Weise verbindet. Die Fans sind ein wichtiger, zentraler Bestandteil unseres Sports. Ihre Unterstützung und ihre Leidenschaft sind Teil dieser einzigartigen, faszinierenden Fußballkultur, die es zu bewahren gilt.

Die Sicherheit der Zuschauer und aller an der Organisation und Durchführung eines Fußballspiels Beteiligten ist die Basis unseres Fußballs. Wir distanzieren uns in aller Form und deutlich sichtbar von Störern, Randalierern und Gewalttätern. Für sie gibt es keinen Platz im Fußball.

Das Abbrennen von Feuerwerk gefährdet die Gesundheit der Zuschauer und den Spielbetrieb. Schon aus diesem Grund kann Pyrotechnik kein Bestandteil einer schützenswerten Fankultur sein. Wir sagen Nein zu Pyrotechnik im Stadion und im Umfeld von Fußballspielen.

Stadien sind kein rechtsfreier Raum. Wer zu einem Fußballspiel geht, muss sich, wie bei allen anderen Veranstaltungen an die Regeln halten. Das geltende Recht, die jeweilige Stadionordnung und die Weisungen der Ordnungsdienste sind von jedem Zuschauer zu respektieren und einzuhalten.

Verstöße gegen die Stadionordnung und geltendes Recht müssen wirkungsvoll geahndet werden. Wir werden unsere Sanktionsmöglichkeiten gegen Störer, Randalierer und Gewalttäter konsequent ausschöpfen und umsetzen.“

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