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Spielberichte

Niederlage in Regensburg: Elfmeterschießen besiegelt Pokal-Aus des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln muss sich im DFB-Pokal dem Zweitligisten Jahn Regensburg geschlagen geben. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung entscheidet Regensburg die Partie mit 6:5 nach Elfmeterschießen für sich.

Kölner Trauer/ Foto: Adam Pretty/Getty Images

Drittes Elfmeterschießen, dritter Sieg. Der SSV Jahn Regensburg steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der 1. FC Köln blamiert sich bis auf die Knochen, verspielt eine 2:0 Führung, verschießt einen Elfmeter in der regulären Spielzeit und scheitert schließlich im Elfmeterschießen an einem stets kämpfenden Zweitligisten. 6:5 nach Elfmeterschießen lautete das Endergebnis nach weit über 120 Minuten.

Das Spiel in Kürze

Mit derselben Startelf wie beim Heimsieg gegen Bielefeld versuchte der 1. FC Köln den ersten Viertelfinaleinzug seit zehn Jahren zu schaffen. Und das Spiel begann verdammt gut. Das Führungstor für den FC gelang Ismail Jakobs (5.). Neuzugang Emmanuel Dennis ging einem Ball von Jannes Horn entgegen, ließ ihn dann aber durch für den gestarteten Jakobs, der frei vor dem Regensburger Tor auftauchte und zum 1:0 verwandelte.

In der Folge übernahm der SSV Jahn Regensburg zum ersten Mal das Kommando. Zwei Fernschüsse von Erik Wegesser (14.) und Sebastian Stolze (15.) flogen über das Tor, einen Kopfball von Albers (17.) konnte Timo Horn zur Ecke abwehren. Auf diese Offensivaktionen der Gastgeber folgte der erneute Treffer der Kölner: Nach einem Fehler im Regensburger Aufbauspiel spielte Jakobs auf Dennis und der erzielte sein erstes Tor für den neuen Club (22.). Wie schon nach dem 1:0 spielte danach vor allem Regensburg und diesmal belohnte sich der Zweitligist. Der Anschlusstreffer fiel nach einer Ecke, Jannes Horn hatte in die Mitte geklärt, der eingewechselte Kennedy drosch den Ball in die Maschen (35.)

Emmanuel Dennis trifft für den FC | Foto: Adam Pretty/Getty Images

Kurz danach erzielte der FC seinen dritten Treffer, Benno Schmitz, kurz zuvor für den verletzten Marius Wolf eingewechselt, köpfte nach Duda-Flanke aus 12 Metern ins lange Eck, doch der Videoassistent griff ein und erkannte den Treffer wegen einer schwer zu erkennenden Abseitsposition nicht an. Im Gegenzug traf dann der plötzlich komplett freie Jann George zum 2:2 Ausgleich und Pausenstand (44.).

Markus Gisdol reagierte und brachte zum zweiten Durchgang Özcan und Meyer für Rexhbecaj und Duda. Doch die erste Gelegenheit hatte wieder Regensburg – Horn rettete großartig (49.). Es entwickelte sich ein wildes Spiel, in welchem der FC Chancen durch Özcan (63.) und Jakobs (80.) vergab. Vor allem aber verschoss Emmanuel Dennis in der 77. Minute einen berechtigten Handelfmeter und vergab so die Chance auf die Vorentscheidung. In der Verlängerung hatte Köln mehr vom Spiel, auch hin und wieder Chancen wie einen Fernschuss durch Schmitz (113.) oder einen Abschluss durch Özcan (120.), richtig zwingend wurden die Rheinländer aber nicht mehr.

Es folgte der letzte Akt, das Elfmeterschießen. Und wie im Spiel hatte der FC auch hier den besseren Start, als Timo Horn den dritten Elfmeter der Regensburger halten konnte. Doch die folgenden Kölner Schützen Jorge Mere und Jannes Horn vergaben, der Zweitligist schaffte schließlich den Sprung in die nächste Runde.

Moment des Spiels

Abseits oder nicht? Als Benno Schmitz nach 39 Minuten das bereits dritte Tor des FC erzielte, konnte selbst der Sky-Kommentator nur ungläubig fragen: „Ist das wirklich der 1. FC Köln, der hier spielt?“ Ja, er ist es. Das Tor wurde aberkannt – ohne allzu genaue Aufklärung oder kalibrierte Linien. Selbst erfahrene Schiedsrichter-Experten melden Zweifel an der Entscheidung an. Statt 3:1 hieß es kurz darauf 2:2.

Bild des Spiels

Regensburger Freude | Foto: Adam Pretty/Getty Images

Zahl des Spiels

48 Prozent gewonnene Zweikämpfe reichen im DFB-Pokal nicht aus. Auch alle sonstigen Statistiken (bis auf das Eckenverhältnis) waren ausgeglichen. Ein Klassenunterschied zu keiner Zeit erkennbar.

Zitat des Spiels

„Ich hab gedacht, es war Tor.“

~ Der Regensburger Verteidiger Scott Kennedy zum zurückgenommenen Kölner Tor

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Drei Stars

⭐⭐⭐  Ellyes Skhiri

Der Mann der Stunde beim FC, nur eben ohne Erfolg. Skhiri ist der Einzige, der ständig im Mittelfeld überzeugt, heute mit wechselnden Partnern an seiner Seite.

⭐⭐ Timo Horn

Hielt, was es zu halten gab und auch als Erster einen Strafstoß im Elfmeterschießen. Seine Vorderleute konnten kein Kapital daraus schlagen.

⭐ Emmanuel Dennis

Super Spiel des Neuzugangs, sehr aktiv, mit hoher Spielintelligenz und Torgefahr. Auch sein erstes Tor machte Dennis, verpasste dann leider aus 11 Metern die Entscheidung und mehr Sterne in dieser Wertung.

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