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Nanu: Kommt noch einmal Bewegung in die Debatte um die Zukunft des Müngersdorfer Stadions? Offenbar hat man bei den „Kölner Sportstätten“ eine Möglichkeit gefunden, noch mehr Plätze im Stadion verfügbar zu machen.

Es ist nur ein kleiner Satz in der Evaluierungsbroschüre der deutschen Bewerbung für die Europameisterschaft 2024. Um diese nämlich ins Land zu holen, muss sich der nationale Verband bei der UEFA bewerben – dazu gehört auch, die möglichen Spielorte vorzustellen. Dass Köln dabei ist, scheint daher auch keine Überraschung zu sein. Was dort aber zum Kölner Stadion zu lesen ist, schon: „Aus den eingereichten Bewerbungsunterlagen ergibt sich für Köln nach den geplanten und bestätigten Umbaumaßnahmen eine Bruttositzplatzkapazität von 49.827 Sitzplätzen im Stadion.“

Eigentlich bietet das Kölner Stadion allerdings bei internationalen Spielen lediglich 46.195 Zuschauerinnen und Zuschauern einen Sitzplatz. Woher kommt nun also die angegeben Steigerung? effzeh.com hat bei den „Kölner Sportstätten“ nachgefragt. „Im EM-Bewerbungsprozess hat die Kölner Sportstätten GmbH freie Flächen im RheinEnergieSTADION identifiziert, die Möglichkeiten für den Einbau von zusätzlichen Sitzplätzen bieten“, erklären die Stadion-Betreiber. „Da für die EM-Bewerbung nur genehmigte Veränderungen am bestehenden Stadion eingereicht werden durften, sind die entsprechenden Pläne durch die zuständigen Behörden geprüft und genehmigt worden“, heißt es weiter. Die Umbaumaßnahmen können also sicher durchgeführt und die Kapazität des Stadions kann dadurch erhöht werden. „Mit den zusätzlichen Sitzplätzen wurde das Sitzplatzangebot für die EM 2024 erhöht und bleibt im Rahmen der Baugenehmigung“, erklären die Kölner Sportstätten weiter – diese erlaubt maximal 50.000 Fans im Müngersdorfer Stadion.

Neuer Schwung in der Ausbau-Debatte ums Müngersdorfer Stadion?

Beim 1. FC Köln wollte man zu diesen Umbaumaßnahmen zunächst nicht viel sagen, man sei noch nicht im Detail über die Pläne der Sportstätten informiert worden. Ob diese neu entdeckten Potentiale also eine Auswirkung auch auf die Kapazität bei Liga-Spielen der „Geißböcke“ haben könnten, bleibt zunächst unklar. Dass derartige Möglichkeiten allerdings vorhanden sind, könnte noch einmal neuen Schwung in die Debatte um die Zukunft des Müngersdorfer Stadions bringen und eventuellen Ausbauplänen gegenüber der Option eines Stadionneubaus neues Gewicht verschaffen.

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