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Von Transfers und Investoren

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Der effzeh ist medienwirksam wie sonst kaum ein Verein in der Fußballwelt. Woche für Woche gibt es wilde Spekulationen und Berichte, bei denen man manchmal nur noch mit dem Kopf schütteln möchte. Die Medienwache zeigt auf, was in der vergangenen Woche in der Medienwelt passiert ist und fühlt den Kollegen auf den Zahn.

Die Woche startete mit einer Klarstellung und das war tatsächlich mal etwas erfreuliches: Hatte sich zum Ende der letzten Woche noch die halbe Welt gefragt, warum der effzeh Peszko nicht einfach gehen lässt, sondern die Option zieht und das Risiko eingeht den Spieler nicht loszuwerden, entpuppte sich das Ganze nun als Investitionsrettungsmaßnahme von Investor Wernze. Der umstrittene Geschäftsmann und Ex-Vize-Präsidentschaftskandidat, der durch eine Geldzahlung den Transfer von Peszko nach Köln erst möglich gemacht hatte, wollte nicht leer ausgehen und hofft nun, dass man Peszko doch noch für mindestens 400.000 Euro abgeben kann, damit er ohne Verlust aus der Nummer rauskommt. Der effzeh hingegen kann nur gewinnen, denn wenn man Partytiger Peszko nicht loswird, bezahlt Wernze das komplette Gehalt – das im Gegensatz zum Spieler nach wie vor Erstliganiveau hat. Sollte sich wider erwarten gar ein Verein finden, der mehr bezahlt, bekommt der effzeh die Hälfte des erwirtschafteten Überschusses. Als Kirsche auf der Sahne hat man Peszko dann noch eine Gastspielerlizenz erteilt, damit er sich irgendwo fernab unserer Spieler fit halten kann. Ein Zeichen nicht nur für Peszko, dass für ihn in Köln nichts mehr geht, sondern auch an die Mannschaft, dass man sie vor schlechten Einflüssen schützt.

Dass sich auch für Spieler, die wir am Liebsten gestern vom Hof gejagt hätten, noch Abnehmer finden lassen, bewies später der Wechsel von Sascha Riether zu Fulham. Nachdem zuvor immer nur von „interessierten Clubs im Ausland“ die Rede war, ein Codewort für „da wird sich schon jemand finden“, ging nun doch alles recht schnell. Es ist zwar „nur“ eine Leihe mit Kaufoption, aber wenn Riether den Weg eines jeden Ex-Kölners geht (vorher gut, nachher gut, in Köln eher mäßig) dürften wir ihn nicht mehr wiedersehen.

Auch Geromel steht vor dem Abflug und wird mit Clubs aus Spanien und Frankreich in Verbindung gebracht. Dem Himmel sei Dank mit konkreten Clubs, also könnte da tatsächlich was dran sein: der FC Granada und Deportivo La Coruna gelten als Favoriten. Ob man am Ende die vier Millionen Euro bekommt, die man sich vorstellt, bleibt abzuwarten. Wie immer gilt: Gerüchte sind Gerüchte und keine unterschriebenen Verträge. Man scheint aber ingesamt auf einem guten Weg zu sein.

Abseits der Altlastenentsorgung ging es am Dienstag mal wieder um die Strafe für den effzeh beim ersten Heimspiel. Es wird spekuliert, dass die Opfer der jüngsten DFB-Strafenwelle den Weg zum Zivilgericht suchen, falls das Bundesgericht die Strafen bestätigt (wovon man wohl ausgehen darf). Neben dem effzeh sind Düsseldorf, Hertha und Eintracht Frankfurt betroffen, die ebenfalls bestraften Dresdner haben die Strafe bereits anerkannt. Ob das Ganze auf einer ernsthaften Überlegung beruht, pure Spekulation ist oder vielleicht ein Versuch der Vereine, den Druck auf das DFB-Bundesgericht zu erhöhen, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit wurde häufig genug laut getrommelt, wenn es vor das Bundesgericht ging, nur um dann ein weiteres Skandalurteil einfach hinzunehmen.

Eigentlich war also recht viel los, umso verwunderlicher ist es, dass sich die Kollegen kaum mit diesen Entwicklungen beschäftigen und stattdessen weiter fleißig das Sommerloch zutackern. Die Anzahl der Artikel mit sehr allgemeinen Überlegungen zur Kaderplanung und zum Training in dieser Woche war gefühlt ausreichend um eine Schrankwand damit zu füllen, der Mehrwert für den Leser war überschaubar. Vor allem nachdem schon am Montag Jörg Jakobs in einem Interview alle wesentlichen Punkte erläutert hatte. Aber über irgendwas muss man ja schreiben.

Was sonst noch so passierte:

Die ersten acht Spieltage wurden terminiert und der effzeh hat das große Los gezogen *hust* und darf gleich zwei Mal im „Topspiel“ ran, was für den KStA Grund für ein kleines Freudentänzchen war. Warum auch immer. Der effzeh sucht unterdessen das 60.000 Mitglied und will im Web 2.0 mit einem „Marktplatz für die Fans“ durchstarten. Außerdem hat Ralf Friedrichs die Möglichkeit genutzt im Anschluss an seinen „EM-Stammtisch“ einen kleinen FC-Talk zu veranstalten, in dem er mit seinen Gästen einen kurzen Ausblick auf die Saison wagt. Anschauen lohnt sich!

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