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Beim Derby zwischen Köln und Gladbach kam es am Sonntagnachmittag im Müngersdorfer Stadion zu einer Halbzeitshow der besonderen Art. Insgesamt blieb es rund um die traditionsreiche Partie ruhig. 

Der 1. FC Köln war gerade mit einer Pausenführung in die Halbzeit gegangen – Frederik Sörensen hatte die Elf von Stefan Ruthenbeck gegen die Gäste aus Mönchengladbach in Führung gebracht. Für viele Stadionbesucher war es also die optimale Zeit, um sich mit frischen Bratwürsten und Getränken zu versorgen. Ein paar Kölner Fans hatten allerdings anderes im Sinn.

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Verkleidet mit den Mitarbeiter-Westen des Kölner Ordnungsdienstes machten sich die drei Kölner unbemerkt auf den Weg in Richtung Gästeblock. Dort angekommen rissen sie die Zaunfahne der Gladbacher Ultra-Gruppe „Scenario Fanatico“ herunter und sprinteten an den verdutzten tatsächlichen Mitarbeitern des Ordnungsdienstes der Firma „Luchs“ vorbei in Richtung der Kölner Südkurve.

Südkurve feiert Fahnenklau

Dort wurden die Fans samt Beute freudig empfangen. Die erbosten Borussia-Fans konnten derweil von der Polizei daran gehindert werden, den Dieben hinterherzueilen. Die Kölner präsentierten die Scenario-Fahne wenig später dann falsch herum in der Südkurve und stimmten dementsprechende Gesänge an.

Die Fahnen gegnerischer Gruppen zu klauen und sie dann falsch herum im eigenen Block zu präsentieren, hat unter Ultra-Gruppen eine längere Tradition. Bereits 2008 gelang es Kölner Fans die Fahne der „Ultras Mönchengladbach“ zu entwenden – die Gruppe löste sich nach dem Vorfall auf.

Gladbacher stellten Support ein

Auch am Sonntag blieb die Aktion der FC-Fans nicht ohne Wirkung: Die Borussia-Fans hängten alle verbliebenen Fahnen ab und stellen den Support weitestgehend ein. Für die Kölner Fanszene feierte die Aktion derweil als Sahnehäubchen auf einem gelungenen Derbytag. Auch im Netz fanden sich viele Kommentare – auch von Lukas Podolski.

https://twitter.com/Podolski10/status/952583636452179968

Allerdings ist es durchaus möglich, dass der Diebstahl beim Sportgericht des Deutschen Fußballbundes noch ein Nachspiel haben könnte. Weitere nennenswerte Vorfälle gab es im Stadion nach aktuellem Kenntnisstand allerdings nicht.

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