Heimspiel gegen Hoffenheim – für die „Südkurve Köln“ wie immer Gelegenheit, Kritik am Konstrukt aus dem Kraichgau zu üben und Fehlentwicklungen aufzuzeigen.

Anlässlich des morgigen Heimspiels des effzeh gegen die TSG 1899 Hoffenheim weist die „Südkurve Köln“ darauf hin, dass sich die Position gegenüber dem Konstrukt von Mäzen Dietmar Hopp nicht verändert hat – auch nicht wegen des großen medialen Aufschreis im April. Damals wurde der 1. FC Köln dafür bestraft, dass seine Fans in Form von teils beleidigende Banner und Gesänge ihre Kritik am Vereinsmodell Hoffenheims offenkundig machten.

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Damals hieß es auf der Seite der „Südkurve Köln“: “ So werden auch die Begegnungen mit der TSG Hoffenheim seit Jahren zum Anlass genommen den vermeintlichen Berufsstand der Mutter von Dietmar Hopp zu besingen. Es ist vielleicht nicht wirklich kreativ und auch nicht ganz jugendfrei, aber weder ist es eine neue „Stufe der Eskalation“, noch eine ’neue Dimension‘, sondern vielmehr ein Mittel, um auf die berechtigte Kritik an Konstrukten wie der TSG Hoffenheim aufmerksam zu machen. Die konstruktiv geäußerte Kritik und die gehaltvollen Äußerungen zu dieser Problematik werden aber in der Regel kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen.“

Fehlentwicklungen im deutschen Fußball sichtbar machen

Für die Verfasser des nun veröffentlichten Textes auf der Homepage geht es darum, „dauerhaft und nachhaltig auf Fehlentwicklungen im deutschen Fußball aufmerksam zu machen“. Im Mittelpunkt stünden für sie „Fans und Mitglieder der Vereine“ und „die Amateurfußballer“ – diese Basis mache den Fußball aus. Ein Konstrukt wie das der TSG Hoffenheim stünde für das genaue Gegenteil. Die Schreiber weisen auch darauf hin, dass die Entwicklungen beim effzeh ebenfalls kritisch zu betrachten sind.

Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Dazu heißt es: „Mit Sorge verfolgen wir daher auch die Entwicklungen in unserem Verein. Der Umgang mit der Mitgliederinitiative ‚100% FC – Dein Verein‘ von Seiten der Verantwortlichen hat uns erschüttert. Dieses Verhalten zeugt von mangelndem Demokratieverständnis. Wir sind stolz, dass unser Verein die größten Krisen seiner Geschichte mit Hilfe der treuen Fans und Mitglieder gemeistert hat. Wir werden uns daher auch weiterhin dafür einsetzen, dass der Fokus auf diese Basis nicht verloren geht und der demokratische Charakter unseres Vereins erhalten bleibt.“

Lobenswertes Beispiel SC Freiburg: Bekenntnis zum „e.V.“

Als Beispiel wird weiterhin der SC Freiburg herangezogen, der auf seiner Mitgliederversammlung gezeigt habe, wie man „respektvoll mit Anliegen aus der Mitgliedschaft“ umgehe. Im Vorfeld der Veranstaltung bekannten sich die Verantwortlichen deutlich zur Rechtsform des eingetragenen Vereins und nahmen den Mitgliedern somit die Ängste in Bezug auf einen möglichen Anteilsverkauf. Freiburg-Präsident Keller sagte dazu: „Wir sind kerngesund und wir wollen aus voller Überzeugung Verein bleiben!“

Für die „Südkurve Köln“ ist es ein Belege, dass man „auch ohne einen Investor optimale Bedingungen für professionellen und erfolgreichen Fußball“ schaffen könne – dies sollte nach ihrer Überzeugung auch „Ziel und Anspruch eines jeden Verantwortlichen am Geißbockheim“ sein. Ansonsten drohe sich das Duell zwischen Köln und Hoffenheim zu einem Aufeinandertreffen von Strukturen zu entwickeln, die sich „ähnlicher sind als es uns allen lieb ist“.

>>>Hier das gesamte Statement der „Südkurve Köln“ lesen

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