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Der „Südkurve 1. FC Köln e.V.“ hat einen Rückblick auf den letzten Südkurven-Stammtisch veröffentlicht, die Fans räumen Versäumnisse beim Auswärtsspiel in Belgrad ein. 

Nachdem es beim Auswärtsspiel in Belgrad zu heftigem Einsatz von Pyrotechnik inklusive Leuchtspurgeschossen und Böllern gekommen war, geriet die aktive Fanszene des 1. FC Köln in die Kritik. Eine Stellungnahme blieb damals zunächst aus, nun haben sich die Anhänger beim letzten „Stammtisch“ doch noch zu den Vorfällen geäußert und Versäumnisse eingeräumt.

„Die Vertreter des Südkurve 1. FC Köln e. V. sind sich ihrer Verantwortung in dieser Hinsicht durchaus bewusst, räumten aber dazu auch ein, dieser Verantwortung in Belgrad nicht gerecht geworden zu sein“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten rückblickenden Artikel. Gerade dass die Aktionen in Belgrad gegen die selbst auferlegten Regeln der Fanszene verstoßen hatten, wurde von vielen Fans kritisiert. In Zukunft wolle man sich allerdings wieder bemühen, sich an dieses Regelwerk zu halten. „Die Einhaltung des Verbundbriefs durch die uns angeschlossenen Gruppen und Fanclubs wird weiterhin der Anspruch sein.“

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Auch das schwierige Verhältnis der aktiven Fanszene zu den Vereins-Funktionären inklusive des Vorstands kam beim Stammtisch zur Sprache. Dass die Südkurve kurz nach dem Belgrad-Spiel anstatt Stellung zur Pyro-Aktion zu nehmen, lieber den Vorstand mit einem Text auf der eigenen Website attackierte, sahen offenbar viele Fans kritisch. Die Vertreter der Südkurve räumten auch hier ein, dass der Zeitpunkt „ungünstig“ gewesen sei, grundsätzlich seien die beiden Themen allerdings nicht verknüpft. Im Allgemeinen habe sich das Verhältnis zu den Vereinsvertretern „seit Anfang 2017 immer weiter verschlechtert“, heißt es in dem Artikel. Zwar hätte einige Gruppen im Dialog mit dem Verein ab diesem Zeitpunkt resigniert, dass der Südkurve e.V. in der „AG Fankultur“ aber nicht mehr vertreten sei, sei bloß ein Gerücht, stellten die Anhänger klar. Vor allem die Themen „Stadionneubau“, „100% FC“ und der mögliche Einstieg von Investoren werden als Reizpunkte in der Beziehung zum Verein aufgeführt.

>>> Rückblick Südkurven-Stammtisch – suedkurve.koeln

 

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1 Kommentar

  1. In der normalen Sprache, die wir miteinander reden, sagen wir: „Ich gebe es zu! Meine Schuld!“.
    Im Politikerslang oder im Slang der Wirtschaftsbosse heißt es: „Ich räume es ein!“. Das Verb „einräumen“ bedeutet hier, dass ich es zwar nicht zugebe, aber damit du mich endlich mit deinem blöden Gelaber in Ruhe läßt, meinetwegen: Ich räume es ein.
    Wer etwas einräumt, der gibt es nicht zu, sondern tut mit seinem vornehmen Getue nur so als ob.