„ProFans“ kritisiert DFB: „Strafe gegen wenige stößt viele vor den Kopf“

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„Purer Populismus löst keine Probleme“: Mit scharfen Worten kritisiert die Fanorganisation „ProFans“ die Sperrung der Dortmunder Südtribüne und hält die Bestrafung für kontraproduktiv.

Das Urteil des DFB-Sportgerichtes, dem Borussia Dortmund am Montag zustimmte, wird von der Fanorganisation „ProFans“ hart kritisiert. „Erneut setzt der DFB auf eine Kollektivstrafe, die sich gegen einige Wenige richten soll und doch viele Tausende vor den Kopf stößt“, heißt es in einer Stellungnahm der Fanorganisation, die sich immer wieder gegen Kollektivstrafen als Maßnahme des DFB ausspricht: „Wenn in spontanen Befragungen zum aktuellen Fall vier von fünf Menschen Kollektivhaftung akzeptabel finden, wirft das freilich ein bitteres Schlaglicht auf den Zustand unserer Gesellschaft.“

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Doch mit Populismus löse man keine Probleme, warnt „ProFans“. So kritisiert Gabriele Mateika von der Fanszene des FC St. Pauli, dass man mit einer Bestrafung vieler das gewollte Ziel verfehle: „Man will eine Distanzierung erreichen. Aber indem das DFB-Sportgericht die große Menge in Mithaftung nimmt und als Gesamtheit disqualifiziert, stärkt das vielmehr die gegenseitige Solidarisierung“, betont „ProFans“ in der Stellungnahme. Borussia Dortmund war vom DFB in der vergangenen Woche unter anderem wegen beleidigenden Bannern im Heimspiel gegen RB Leipzig, das von Ausschreitungen außerhalb des Stadions überschattet wurde, zu einem Heimspiel ohne die berühmte Unterstützung deer „Gelben Wand“ verurteilt worden

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