Peter Stöger ist beim 1. FC Köln nun Geschichte – mit dem Österreicher verlässt ein besonderer Mensch die Domstadt, wie er im Interview mit dem „Kurier“ beweist.

Nach der Trennung am vergangenen Sonntag stand der Österreicher Peter Stöger jetzt in der Heimat für ein Interview zur Verfügung – die Zeitung „Kurier“ veröffentlichte das Interview heute in Print und Online. Der Kölner Rekordtrainer sagt zum Einstieg, dass es ihm gut gehe, auch wenn „er natürlich eine gewisse Trauer nach der Trennung vom effzeh“ verspüre. Am Samstag reise Stöger dann selbst wieder nach Wien, um näher bei der Familie zu sein. Ob ihn viele Nachrichten erreicht hätten nach der Trennung vom effzeh? „Das Telefon hält viel aus. Am Sonntag nach der Bekanntgabe habe ich mit niemandem gesprochen. Das haben die Medien in Köln auch gewusst, ich wollte einfach nicht reden. Trotzdem sind unzählige Nachrichten eingetrudelt, ich werde in den nächsten Tagen alle zurückrufen.“

Er habe sich richtig gefreut, dass man am Samstag noch ein 2:2 auf Schalke erreicht habe. Auch die Tatsache, dass man vorher gewusst habe, dass man sich nach dem Spiel trenne, habe geholfen. Doch wie geht man damit um? „Schwierig war es nur unter der Woche vor dem Spiel, weil einiges in der Schwebe war. Daher habe ich auch Klarheit und eine Entscheidung gefordert. Wir haben gesehen, dass dies an den Spielern nicht spurlos vorbeigeht, dass wir die Gruppierung verlieren.“

Peter Stöger: Ein besonderer Mensch verlässt Köln

Bis Samstag werde er jetzt vorerst in Köln bleiben, um „mit meinem Trainerteam und mit Medienvertretern Punsch trinken“ zu gehen. Am morgigen Mittwoch werde er sich auf der Geschäftsstelle von allen Mitarbeitern verabschieden. Der Österreicher ergänzt: „Und natürlich werde ich durch Köln spazieren, in dieser Stadt habe ich mich ja immer wohl gefühlt.“ Dass Stöger ein besonderer Mensch ist, zeigte sich bereits am Sonntag, als er auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Kinder in Not zu sehen war. „Für mich war es selbstverständlich, hinzugehen, viele Leute aber waren perplex, dass ich wirklich angetanzt bin. Sie hatten in dieser Situation nicht damit gerechnet.“

Die Absehbarkeit des Abgangs habe die Sache nicht unbedingt erleichtert, betont Stöger: „Wir sind jetzt seit viereinhalb Jahren hier in Köln und haben im Laufe der Zeit viele Freundschaften aufgebaut. Mir ist klar, dass ich diese auch in Zukunft beibehalten werde, aber einige Menschen haben Angst, dass diese Verbindungen verloren gehen. Einige sind daher traurig, weil das mit dem Sportlichen nichts zu tun hat, sondern mit dem Zwischenmenschlichen.“

Beruhigend sei es zumindest ein wenig, dass man sich in Deutschland einen guten Namen gemacht habe – „Ich glaube auch, dass wir, mein Co-Trainer Manfred Schmid und ich, wieder eine Möglichkeit kriegen werden. Das soll nicht überheblich klingen, aber eine neue Chance wird kommen.“ Stöger ergänzt abschließend: „Ich weiß auch noch, wo ich vor sechs oder sieben Jahren gearbeitet habe, beim GAK oder in Wiener Neustadt. Wir haben dort gegen den Abstieg gespielt und dennoch Spaß gehabt. Ich kann mich nicht daran erinnern, damals nichts zu essen gehabt zu haben. Das Leben geht weiter. Allerdings hätte ich gerne die Mannschaft mit mehr Punkten übergeben.“

Hinweis: In einer ersten Version des Artikels war angegeben, dass das Interview in der Zeitung „Krone“ erschienen ist. Dies bitten wir zu entschuldigen. Es ist im „Kurier“ erschienen.

>>>Das unwürdige Ende einer Ausnahmeerscheinung: Peter der Große

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1 Kommentar

  1. Diese Entscheidung wird den Verantwortlichen in erster Linie Spinner, und vor allem Wehrle in den nächsten Wochen noch Schmerzen, was ist aus der Aussage von Toni Schuhmacher ? Wir gehen mit Stöger auch in die 2.Liga ? Er versteckt sich hinter dem Präsidium dem er angehört, Stöger hat aus lauter Loyalität Schmadtkes Transfers tolleriert, dass war zwar ein Fehler , aber er wäre für den Abstiegskampf weiterhin der Beste Mann geblieben, was sollte er machen bei der Verletzten Liste von 10 bis 11 Stammspieler ? Die Mannschaft stand 100% hinter Peter Stöger , und auch die Fans und die Bürger der Stadt hatte er Gewonnen durch seine Erfolge und seine “ Art “ sich zu Präsentieren, in einer Woche wo Uefa Cup in Belgrad ansteht , und danach das Heimspiel gegen Freiburg einen neuen Trainer ohne Charisma zu präsentieren ist eine Absolute Fehleinschätzung der Vereinsspitze, die Mannschaft wird nach den Turbulenten Wochen noch mehr verunsichert sein als unter Peter Stöger , dass Team mit seinem Trainer standen wie Pech und Schwefel zusammen , ich bleibe dabei das die Verantwortlichen in erster Linie der “ Smarte “ Schwabe Wehrle in dieser Situation des Teams der Mannschaft einen “ Bärendienst “ erwiesen haben mit dem Druck auf Stöger , und seiner Freistellung. Ich Hoffe das die Vereinsspitze ebenfalls die Verantwortung für diese nicht Nachvoll ziehbare Entscheidung ebenfalls sollte die Mannschaft nun ganz auseinanderfallen die Konsequenz haben dafür gerade zu stehen und ihre Ämter zur Verfügung stellen und ihre gut Dotierten Posten zur Verfügung stellen, ein Schwaches Bild auch von Toni Schuhmacher , der dem Trainer selbst bei Abstieg seine Solidarität in der Öffentlichkeit der Medien bekundet hatte, und dann Taucht er ab, was ist von so einem Charakter zu halten ????

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