Peter Stöger ist nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Nach der Niederlage auf Schalke ist der Trainer von seinen Aufgaben entbunden worden.

Es hatte sich bereits abgezeichnet, jetzt ist es Gewissheit –  trotz des hart erkämpften Punktes auf Schalke ist Peter Stöger von seinem Amt als Cheftrainer des 1. FC Köln von seinen Aufgaben entbunden worden. Der 51-Jährige Wiener war seit dem 12. Juni 2013 Trainer beim effzeh und damit der neue Bundesliga-Rekordtrainer beim ersten Bundesligameister. Stöger hatte zunächst nach Schlusspfiff in seiner Gestik und Mimik den Anschein gemacht, als würde er sich verabschieden. Während die Spieler teilweise Tränen in den Augen hatten, munterte der Österreicher seine Mannschaft noch einmal auf.

GELSENKIRCHEN, GERMANY - DECEMBER 02: Matthias Lehmann of Koeln (l) speaks with Peter Stoeger, coach of Koeln, after the Bundesliga match between FC Schalke 04 and 1. FC Koeln at Veltins-Arena on December 2, 2017 in Gelsenkirchen, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Stöger muntert Lehmann auf, Handwerker hat Tränen in den Augen | Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

FC-Präsident Werner Spinner wird wie folgt zitiert: „Wir sind in der Verantwortung, alles zu versuchen, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Bis zuletzt haben wir gehofft, dass wir dies in der Konstellation mit Peter, seinem Team und der Mannschaft schaffen können. Leider ist diese Überzeugung jedoch trotz des positiven Resultats auf Schalke nicht mehr ausreichend vorhanden. Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut.“

Nachdem der Österreicher im Jahr 2013 von der Wiener Austria nach Köln kam, stand er in insgesamt 168 Spielen als Trainer an der Seitenlinie. Seine Bilanz: 61 Siege, 53 Unentschieden und 54 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 223 zu 188. Der Österreicher fuhr dabei einen Punkteschnitt von 1,41 pro Spiel ein. In seiner ersten Saison schaffte der 1. FC Köln prompt den Aufstieg, in den Jahren danach steigerte man sich in der Bundesliga kontinuierlich von Platz zwölf auf Rang fünf in der vergangenen Saison. Durch die erste Europapokal-Teilnahme seit mehr als 25 Jahren schrieb Stöger am Rhein Geschichte.

Peter Stöger: Bundesliga-Rekordtrainer des 1. FC Köln

„Am Freitag war klar, dass das Spiel auf Schalke unser letztes wird. Um sich voll auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren. Es ist im Sinne des Clubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und Klarheit herrscht“, betonte Peter Stöger in der Pressemitteilung. „Die Spieler, die Mitarbeiter im Club, die Fans und die Stadt Köln sind Manni Schmid und mir ans Herz gewachsen und wir drücken allen die Daumen, dass der 1. FC Köln den Klassenerhalt schafft.“

Bereits in der Pressekonferenz vor dem Spiel auf Schalke hatte Stöger den Eindruck erweckt, dass er in der aktuellen Konstellation so nicht mehr würde weitermachen können. Nachdem die Verantwortlichen es über Wochen vermieden hatten, ein klares Bekenntnis abzugeben, zog Stöger jetzt offensichtlich selbst die Reißleine und machte Platz für einen neuen Mann auf der Trainerbank des 1. FC Köln. Neben der Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport muss der effzeh nun also auch nach einem neuen Trainer Ausschau halten.

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1 Kommentar

  1. Werner Wingenfeld am

    Fairerweise muss man feststellen, dass es nach den letzten Äußerungen von Spielern unklar ist, ob die Mannschaft auf Schalke für Stöger gepunktet hatte oder in Erwartung eines neuen Trainers?

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