In der letzten Woche kam es erneut zu einem Treffen zwischen zahlreichen Vertretern der deutschen Fanszenen und Offiziellen vom Deutschen Fußball-Bund. Nun äußern sich die Fans zu den Ergebnissen. 

Die Kölner Ultra-Gruppe „Coloniacs“ veröffentlicht auf ihrer Website ein Statement, in dem gewisse Fortschritte, die sich aus den Gesprächen ergeben hätten, gelobt werden. Dass einige Themengebiete bisher aber nicht im Fokus standen, sehen die Fanszenen kritisch und kündigen daher ein Positionspapier an. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass ihr in punkto Fanutensilien kurzfristig Klarheit, Verbindlichkeit und Gleichheit schaffen wollt. Fanutensilien sind ein unverzichtbarer Teil der Fankultur und kein Sicherheitsrisiko“, heißt es in dem Statement.

Auch die Initiative von DFB-Präsident Reinhard Grindel, Vorfälle auf Anfahrtswegen zu Auswärtsspielen nicht mehr mit Stadionverboten zu belegen, sei begrüßenswert, erklären die Fans. „Zwingend logisch und notwendig erscheint es uns in diesem Zusammenhang allerdings, bereits massenhaft erteilte Stadionverbote für potentielle Vergehen außerhalb der Stadionsphäre mit sofortiger Wirkung aufzuheben“, heißt es allerdings weiter.

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Trotz dieser Teilerfolge, die weitestgehend aus dem gemeinsamen Einvernehmen erfolgt seien, sehen die Fans weiterhin „massiven Diskussionsbedarf“. Insbesondere die Themen Fanrechte, Anstoßzeiten, “50+1″ und Sportgerichtsbarkeit seien aus ihrer Sicht kaum oder nur unzureichend besprochen worden. „Bis Anfang Dezember werden wir euch ein gemeinsames Positionspapier zukommen lassen, mit der Erwartung, dass dieses beim nächsten DFB-Bundestag am 08. Dezember diskutiert wird“, heißt es zum Abschluss des Statements.

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