Wie würdest du deine Zeit in Istanbul zusammenfassen? Man konnte ja den Eindruck gewinnen, dass dir Land und Leute sehr ans Herz gewachsen sind…

Podolski: Die Zeit in der Türkei war wunderbar für mich. Ich habe dort die Stadt und den Verein lieben gelernt. Und hatte absolut zwei tolle Jahre dort!

COLOGNE, GERMANY - SEPTEMBER 23: Lukas Podolski of Koeln celebrates after winning the DFB Cup second round match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at RheinEnergieStadion on September 23, 2009 in Cologne, Germany. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Podolski mit einer Fahne der „Wilden Horde“ | Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Mittlerweile bist du seit fünf Jahren nicht mehr in Köln. Die Bilder des Abstiegs im Jahr 2012 sind immer noch präsent, damals stand der Verein vor einem Scherbenhaufen. Jetzt spielt man Europa League. Bist du manchmal überrascht darüber, wie positiv sich der Verein entwickelt hat?

Podolski: Natürlich! Damit konnte man ja nicht rechnen, dass es so schnell wieder nach oben geht. Es ist doch schön für die Fans und für die Stadt. Eine bessere Werbung kann es doch nicht geben. Die Leute haben sich das absolut verdient, sie haben jahrelang zum FC gehalten und ich freue mich für alle, dass sie dies nun mit der Europa League zurückgezahlt bekommen.

Podolski: „Vielleicht bin ich ja in Belgrad dabei“

Als jemand, der den effzeh ganz nah verfolgt, müssen die Spiele in der Europa League für dich doch wichtige Termine im Kalender sein. Sieht man dich bei einem Heimspiel im Stadion?

Podolski: Die Saison in Japan endet in diesem Winter. Ich könnte beim Spiel in Belgrad dabei sein, ich muss mich vielleicht mal um Tickets kümmern. Aber ich habe schon immer gesagt, dass wenn ich nicht mehr selbst Fußball spiele, ich schon gerne viele Touren mitmachen möchte. Mal zum Derby in der Kurve nach Gladbach, nach Leverkusen oder woanders hin. Ich stand früher in der Südkurve und möchte das auch wieder erleben. Das habe ich mir vorgenommen. Vielleicht bin ich in Belgrad ja dabei.

→ Vor dem Spiel gegen Arsenal: Kneif‘ uns doch mal einer!

Arsenal's Polish-born German striker Lukas Podolski (L) celebrates with Arsenal's German defender Per Mertesacker after scoring during a UEFA Champions League group stage football match Anderlecht vs Arsenal at the Constant Vanden Stock stadium in Anderlecht on October 22, 2014. AFP PHOTO / EMMANUEL DUNAND (Photo credit should read EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images)

Lukas Podolski zu Arsenal-Zeiten mit Per Mertesacker | Foto: EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images

Was denkst du, wie die Saison des effzeh verlaufen wird? Was traust du dem Team von Peter Stöger zu?

Podolski: Es wird natürlich schwer, weil die Erwartungshaltung groß ist. Der Start war jetzt auch nicht gut. Aber die Mannschaft wird schon wieder in die Spur finden. Sie ist gefestigt, das hat sie in den letzten Jahren immer gezeigt. Aber klar: Ein Erfolgserlebnis würde richtig gut tun vor den schweren Wochen, die jetzt kommen. Platz fünf zu wiederholen ist utopisch – mal sehen, was dieses Jahr so geht!

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