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Lukas Podolski und die Beziehung zu seinem Heimatverein – es ist eine Liebe, die nie vorübergeht. Das merkt man auch den jüngsten Interviews von „Prinz Poldi“ deutlich an. 

Die Saison in Japan ist beendet, Lukas Podolski weilt derzeit also mal wieder in der Heimat. Und wie das so ist, wenn „Prinz Poldi“ mal wieder in seiner Heimatstadt unterwegs ist, gibt es eben nicht nur Besuche im Müngersdorfer Stadion, sondern meistens wird Podolski von der Kölner Presse auch zum Interview gebeten. Auch bei effzeh.com stand der 32-Jährige zu Saisonbeginn schon Rede und Antwort, nun hat Podolski mit „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“ gesprochen. Und sich dabei zur aktuellen Situation des 1. FC Köln, der Wahrscheinlichkeit eines Klassenerhalts und mögliche Rückkehr-Szenarien für ihn persönlich geäußert.

Abgestiegen ist der FC in Podolskis Augen noch lange nicht, das stellt der Stürmer schnell klar: „Ich habe noch Hoffnung“, erklärt Podolski: „Wenn man einmal auf vier bis fünf Punkte dran ist, dann ist alles möglich. Ich glaube noch an so ein Wunder.“ Dass der FC sich dafür entschieden hat, dieses Wunder mit Stefan Ruthenbeck an der Seitenlinie anzugehen, ist in den Augen des kölschen Weltmeisters eine gute Entscheidung. „Er hat das gut gemacht.“ Vor allem der Auftritt gegen Wolfsburg sei „super“ gewesen, erklärt Podolski. Den jungen Nachwuchsspielern, die auf Grund der Verletzungssorgen zu ihren Debüts gekommen sind, rät Podolski, der einst ganz ähnlich zu seinen ersten Profi-Einsätzen kam, weiterhin selbstbewusst aufzutreten. „Wenn einer die Chance hat, soll er auf sich aufmerksam machen – so habe ich das immer gesehen.“

Kein Groll gegen Stöger, Ruthenbeck gute Wahl

Gegen Ex-Trainer Peter Stöger hegt Podolski derweil keinerlei Groll. „Ich finde seinen Wechsel legitim. Er kam aus Wien, ist dann zum FC in die zweite Liga gekommen und hatte nun die Chance, beim BVB Trainer zu werden“, so Podolski. Die Abschiede von Stöger und auch Jörg Schmadtke habe er dennoch mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Vergleiche mit 2012, so Podolski, haben ihn allerdings geärgert. „Vor dieser Saison war der Klub doch viel, viel besser aufgestellt. Trotzdem ist man jetzt verkracht, Letzter in der Liga und in den Pokalen raus. Und dann versucht man einen Ausweg zu finden, indem man in einen Nebensatz sagt, 2012 war ja alles noch viel schlimmer.“

DORTMUND, GERMANY - MARCH 22: Lukas Podolski is thrown in the air by his team mates after playing his last game for Germany during the international friendly match between Germany and England at Signal Iduna Park on March 22, 2017 in Dortmund, Germany. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

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Dass der 1. FC Köln in den letzten Jahren den Eindruck machte, Podolski gerne auf Distanz halten zu wollen, hat der Publikumsliebling offenbar durchaus zur Kenntnis genommen. Wie wahrscheinlich eine Rückkehr nach Köln als Spieler ist, lässt Podolski daher offen. „Keine Ahnung, was ich da für eine Prozentzahl aufrufen soll. Am Ende entscheide ich es ja auch nicht allein.“ Zwar habe Ex-Geschäftsführer Schmadtke nie im direkten Gespräch gesagt, dass man ihn nicht zurückhaben wolle, dennoch sei das Verhalten des Clubs „seltsam“, führte der Podolski aus. „Wenn einer aus der eigenen Jugend kommt und so an dem Verein hängt, dann würde ich den ein bisschen mit ins Boot nehmen“, erklärt Podolski. „Ich spiele ja kein Spiel. Es muss niemand sagen, dass er mich mit offenen Armen aufnehmen würde. Aber es zu blockieren – das finde ich seltsam.“

Beziehung zum Club, nicht zu Verantwortlichen

Auch dass bei seinem Abschiedsspiel bei der deutschen Nationalmannschaft kein Kölner Verantwortlicher anwesend war, sei schade gewesen. „Sogar Bayern hatte sich etwas einfallen lassen.“ Das ändere allerdings grundsätzlich, so Podolski, nichts: „Ich habe eine Beziehung zum Verein, zur Stadt, zu den Fans und nicht zu einzelnen Verantwortlichen, das lasse ich mir nicht kaputtmachen. Leute kommen und gehen, der Verein bleibt immer.“

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