Peter Stöger und Facebook. Im Sturm erobert er die Sympathien der Fans und erlaubt seit seiner Vorstellung regelmäßig einen intimen Blick in seine Gedankenwelt. Auf die Anfrage unseres Redakteurs Sebastian Schmitz, ob Stögers Pitt zu einem Online-Interview für effzeh.com zur Verfügung stünde, antwortete er tatsächlich vergangenen Sonntag nach dem Pokalsieg mit einer Facebook-Nachricht: „Sehr gern… Bitte schicken! Alles Liebe, Peter“.

So nutzten wir die Wochenmitte, um ihm unsere Fragen unterzujubeln, die zwar nicht allzu viel mit dem Tagesgeschäft zu tun haben, aber die essentiellen Fragen des Lebens klären.

effzeh.com: Herr Stöger, wie macht man eigentlich ein echtes „Wiener Schnitzel“? Und warum mit Kalbfleisch?

Peter Stöger: Zunächst klopft man das Schnitzel auf drei Millimeter Stärke, dann das Übliche: Ins Mehl, ins geschlagene Ei, in klassische Brösel = Paniermehl – und dann goldgelbbraun in viel Butterschmalz schwimmend(!) heraus backen. Und Kalbfleisch ist von der Faser und Konsistenz am besten geeignet.

effzeh.com: Hand aufs Herz: Erstes Heimspiel, erste Choreo, erstes Mal Effzeh-Hymne. Wer war denn aufgeregter… Yannick Gerhardt oder Sie?

Stöger: Ich weiß nicht, wie es Yannick erging, aber ich hatte schon erhöhten Puls und war voll Adrenalin!

effzeh.com: Haben ihre Spieler eigentlich ihre private Nummer? Wie viel Nähe sollte Ihrer Meinung nach zwischen Trainer und Spielern herrschen?

Stöger: Es sollte eine gesunde Distanz herrschen – und ja, die Spieler haben meine Nummer und können mich immer anrufen oder eine SMS schreiben.

effzeh.com: Ihre Halbzeitansprachen scheinen zu wirken. Sind Sie dort eher „rationaler Erklärer“ oder eher „brüllender Motivator“?

Stöger: Ich denke eher das Erstere, das ist aber von der Situation abhängig.

effzeh.com: Sie waren Spieler, Trainer, Sportdirektor, Fernsehanalyst und Kolumnist und kennen das Geschäft daher aus vielen Perspektiven. Haben Sie anderen Trainern dadurch etwas voraus?

Stöger: Das kann ich nicht beurteilen und kann das nicht vergleichen, aber es wird sicher kein Nachteil sein, den Fußball in all seinen Facetten zu kennen.

effzeh.com: Wie bereitet sich ein Trainer auf eine neue Liga, ein neues Land und einen neuen Club vor, wenn er so kurz vor Trainingsbeginn erst zum neuen Verein kommt? Würden Sie sagen, dass sie mittlerweile in Köln und der Liga angekommen sind?

Stöger: Die Vorbereitung musste natürlich extrem rasch, konsequent und effizient erfolgen. In Köln bin ich schon lange angekommen, aber in der Liga? Das müssen andere beurteilen. Nur eines: Ich fühle mich in Köln und in dieser Liga sehr wohl.

effzeh.com: Woran merken wir am Ende der Saison, dass Peter Stöger der Trainer des Effzeh ist?

Stöger: Dass sich die Mannschaft entwickelt hat und einen Fußball spielt, der sich mit meinen Ideen und den Ideen meines Trainerteams deckt. Und damit sollte sich der Erfolg auch einstellen.

effzeh.com: Jetzt aber mal runter vom Platz: Lesen Sie eigentlich ganz konventionell den Sportteil der lokalen und nationalen Presse oder klicken Sie lieber direkt auf effzeh.com?

Stöger: Ich informiere mich sehr umfassend, und auch bei euch auf effzeh.com!

effzeh.com: Wo sind Sie nächstes Jahr eher anzutreffen: Wie Louis van Gaal beim Christopher Street Day oder am Rosenmontag auf einem Karnevalswagen?

Stöger: Mit Sicherheit auf dem Wagen! Köln steht für – den Effzeh, den Dom und den Karneval. Den Effzeh darf ich trainieren, den Dom habe ich schon besichtigt, wartet nur noch der Karneval auf mich, und da freu ich mich drauf.

effzeh.com: Und jetzt ganz ehrlich: „Kaiserschmarrn“ oder „halver Hahn“?

Stöger: Ganz ehrlich: Kaiserschmarrn.

effzeh.com: Zum Schluss aber noch mal ein ernstes Thema: Werden Sie eigentlich nach dem diesjährigen Pokalsieg nächstes Jahr im Europapokal an der Seitenlinie einen Anzug tragen?

Stöger: Das könnte ich mir dann überlegen… und mit roter Krawatte! Freunde, ihr habt Träume!! Aber sehr gut so! Liebe Grüße, Peter.

Wir grüßen zurück und danken Peter Stöger für das Gespräch! 

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