In der schwierigen sportlichen Situation des 1. FC Köln ist Erfahrung gefragt. Vor dem Spiel in Mainz nimmt Routinier Dominic Maroh seine Kollegen in die Pflicht.

Noch kein Sieg in elf Bundesliga-Spielen: Der 1. FC Köln steht vor dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 am Samstag gewaltig unter Druck. FC-Abwehrchef Dominic Maroh will nach der Länderspielpause die Trendwende schaffen: „Alles, was jetzt zählt, sind Punkte. Aus den Spielen in Mainz und gegen Berlin wollen wir die maxmale Ausbeute holen“, setzt sich der routinierte Innenverteidiger im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ hohe Ziele für die kommenden Aufgaben.

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Für die Krise macht der 30-Jährige mehrere Gründe aus: „Wir kriegen zu leichte Tore und schaffen es nicht, selbst welche zu schießen. Mit vier Toren nach elf Spielen stehen wir zurecht da unten. Dazu hatten wir zu Saisonbeginn Pech mit den Videoentscheidungen. Und auch, wenn es uns vergangene Saison gelungen ist, auf Dauer kann ein Club wie der FC nicht so viele verletzte Stammspieler ersetzen“, betont Maroh: „Wir sind in einen Strudel geraten. Es sind viele Dinge gegen uns gelaufen, zu denen wir auch unseren Teil beigetragen haben, weil wir keine Lösungen gefunden haben.“

Ich fühle mich wohl hier und bin schon immer lange bei meinen Clubs geblieben. Hier spiele ich meine sechste Saison. Jetzt will ich erst mal helfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Alles andere ist gerade nicht so wichtig.

HANOVER, GERMANY - SEPTEMBER 24: Kenan Karaman (C) of Hannover and Frederik Soerensen #4 and Dominic Maroh #5 of Koeln battle for the ball during the Bundesliga match between Hannover 96 and 1. FC Koeln at HDI-Arena on September 24, 2017 in Hanover, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

An Peter Stöger rüttelt der Deutsch-Slowene derweil nicht, der Trainer ist für Maroh, der zu Beginn der Saison lediglich auf der Bank saß und sich Stück für Stück ins Team zurückkämpfte, unantastbar. „Im Club gibt es ein riesiges Vertrauen in diesen Trainer. Wir Spieler merken das, wenn wir durch die Geschäftsstelle gehen. Im Team ist das Vertrauen in Herrn Stöger vom ersten Tag an bis heute ungebrochen. Auch und gerade, wenn es wie momentan schlecht läuft. Wir Spieler stehen in der Pflicht“, unterstreicht der effzeh-Abwehrchef, auf dessen Routine aus über 200 Spielen in der 1. und 2. Bundesliga es nach dem Ausfall von Dominique Heintz (effzeh.com berichtete) nun umso mehr ankommen wird.

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„Als erfahrener Spieler kann ich dem Team Rückhalt geben. Ich bin hinten laut, regle Dinge und die anderen hören auf mich. Es ist meine Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und es macht mir Spaß“, sieht sich Maroh als Führungsspieler. Ob sein Vertrag, der im Sommer ausläuft, verlängert wird, ist dagegen noch offen. Man werde sich irgendwann zusammensetzen, erklärt Maroh: „Ich fühle mich wohl hier und bin schon immer lange bei meinen Clubs geblieben. Hier spiele ich meine sechste Saison. Jetzt will ich erst mal helfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Alles andere ist gerade nicht so wichtig.“

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