Nach seinem Wechsel in die Domstadt zieht Rekordtransfer Jhon Cordoba ein erstes, positives Fazit – trotz des verpatzten Saisonstarts.

Drei Spiele, ein Elfmetertor – nach seinem Wechsel aus Mainz ist Jhon Cordoba noch nicht richtig in der Domstadt angekommen, wenn man vielen Medienberichten Glauben schenkt. Der Kolumbianer zeigte vor allem im Auftaktspiel gegen Gladbach seine Fähigkeiten, gegen Hamburg hatte er trotz aussichtsreicher Abschlusspositionen ein wenig Pech. Im Interview mit Bundesliga.de spricht der neue Stürmer über seinen Wechsel nach Köln, das Leben in der Domstadt und den Umgang mit dem verpatzten Saisonstart.

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Im Sommer wurde der dynamische Stürmer für eine zweistellige Millionenablöse aus Mainz losgeeist und trat den Schritt in die Domstadt an: Aufgabe war, das Loch, das Anthony Modeste nach seinem Abgang hinterlassen hat, zu schließen. „Köln ist ein Verein mit langer Tradition und mit großer Historie. Ein Verein, bei dem die Fans immer hinter ihrer Mannschaft stehen. Das gefällt mir. Zudem haben mir die Verantwortlichen, Trainerstab und Sportdirektor vom ersten Moment an das Gefühl gegeben, dass man mich unbedingt nach Köln holen möchte“, gibt Cordoba im Interview mit Bundesliga.de an.

Köln ist ein Verein mit langer Tradition und mit großer Historie. Ein Verein, bei dem die Fans immer hinter ihrer Mannschaft stehen. Das gefällt mir.

Rekordtransfer? Cordoba ist daran gewöhnt!

Dass die Fußstapfen von Modeste dabei ziemlich groß waren, interessiert den Kolumbianer aber wenig: „Daran bin ich schon gewöhnt. Auch in Mainz war ich der damalige ‚Rekordtransfer‘, und es hat danach dennoch alles gut funktioniert. Keine Frage, Tony Modeste hat eine wunderbare Saison gespielt, das war wirklich hervorragend. Unabhängig davon möchte ich jetzt beweisen, dass man mit meiner Verpflichtung absolut richtiggelegen hat.“

Nach dem unschönen Saisonauftakt mit zwei Niederlagen zu Beginn wurde die Kritik im notorisch hektischen Köln allerdings schneller laut. Cordoba allerdings bleibt „gelassen“, da „gerade einmal zwei Spieltage gespielt“ seien. „Ich denke, dass wir zum Beispiel in Mönchengladbach ganz ordentlich gespielt haben. Dort hatte ich in der ersten Halbzeit eine gute Möglichkeit. Hätte ich die genutzt, wäre es vielleicht ganz anders gelaufen.“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Mit seiner eigenen Leistung ist der Stürmer dabei allerdings nicht komplett zufrieden, wie er unterstreicht. „Ich wünschte, sie wären noch besser gewesen. Stürmer werden nun einmal an ihren Toren gemessen, und ich habe noch nicht getroffen. Aber ich arbeite sehr hart daran, dass sich das schon am nächsten Spieltag ändern wird.“

Besserung ist beim effzeh auch dringend vonnöten, schließlich stehen mit den Auswärtspartien in Augsburg, London und Dortmund schwierige Aufgaben auf der Agenda. Kölns Nummer 15 freut sich darauf: „Das werden wunderbare Duelle. Jeder wünscht sich, gegen große Mannschaften zu spielen, und mit Arsenal haben wir eine ganz große Mannschaft bekommen. Aber wir, sind auch ein gutes Team, und das werden wir zeigen.“

Cordoba hat die WM 2018 im Blick

Befragt wurde Cordoba zudem auch dazu, wie er sich in seiner neuen deutschen Heimat zurechtfindet. „Gut ist, wenn man nicht ganz alleine ist in der neuen Heimat. Deshalb war und ist es für mich wichtig, dass meine Familie und meine Freundin mich immer unterstützen und oft besuchen. Und natürlich spielt auch die Sprache eine Rolle. In Mainz hatte ich es diesbezüglich etwas leichter, weil dort sieben oder acht Spieler Spanisch gesprochen haben.“

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Mit dem Kölner Karneval hat sich der Kolumbianer natürlich auch schon beschäftigt: „Ich weiß, dass Karneval in Köln noch ein ganzes Stück größer ist als in Mainz“, so Cordoba. Lachend ergänzte er, dass die Stadt ja auch größer sei. Die erste Saison in Köln als Sprungbrett für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland im kommenden Jahr zu nutzen, ist dabei ein weiterer Schwerpunkt in Cordobas Arbeit: „Jeder Spieler träumt davon, bei einer WM dazu sein. Für mich wäre es das erste Mal, und ich wünsche mir wirklich von ganzem Herzen, dass es klappt.“

Cordoba

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Kolumbiens Chancen auf die Teilnahme stehen aktuell jedenfalls gut: Nach dem 1:1 gegen Brasilien liegen die „Cafeteros“ hinter dem vierfachen Weltmeister und Uruguay auf Rang drei. Bisher kam Cordoba allerdings nur in der kolumbianischen U20-Nationalmannschaft zum Einsatz – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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