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Am 25. Spieltag erwartet den 1. FC Köln mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart die nächste schwere Aufgabe, um noch an die vorderen Ränge anzuschließen – zwischenzeitlich waren die Schwaben auch tief in der Krise, ein Zwischensprint nach Trainerwechsel bringt allerdings kurzfristig Beruhigung.

Das nächste sogenannte „Endspiel“ steht an: Nach dem Erfolg in Leipzig kann der 1. FC Köln, wenn er denn mehr Punkte am 25. Spieltag holt als der HSV, seit einer Ewigkeit wieder den 18. Tabellenplatz verlassen. Gegner ist der VfB Stuttgart, der im Monat Februar und nach dem Trainerwechsel von Hannes Wolf zu Tayfun Korkut mit zehn Punkten aus vier Spielen einen punktemäßig beeindruckenden Sprint hingelegt hat.

Da sich Hamburg und Mainz bei ihrem Aufeinandertreffen gegenseitig die Punkte wegnehmen werden, besteht für den effzeh eine große Chance, mit einem Erfolg tatsächlich noch einmal so etwas wie Druck auf die Mannschaften auszuüben, die noch vom Relegationsplatz bedroht sind. Dafür jedoch braucht es erst einmal einen Erfolg gegen den VfB Stuttgart, der zuletzt mit drei 1:0-Siegen auf sich aufmerksam machte. Damit hatten zum Zeitpunkt des Trainerwechsels Ende Januar wohl nur die wenigsten gerechnet: Der VfB, zuvor mit nur einem Sieg aus den vorhergegangenen neun Spielen, war gefährlich nah an die Abstiegszone herangerückt, weshalb Hannes Wolf von seinen Aufgaben entbunden wurde.

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Vielleicht war er sich selbst auch einfach nicht mehr sicher, dass er das Ruder noch würde herumreißen können – fest steht jedoch, dass einer der talentiertesten jungen Trainer in Deutschland zugunsten eines im Sprachgebrauch als „Feuerwehrmann“ bezeichneten Trainers (Tayfun Korkut) weichen musste. Die Entscheidung wurde in der Öffentlichkeit mit scharfer Kritik und teils bissiger Häme aufgenommen, weil einige Beobachter anscheinend meinten, dass Korkuts Kompetenz für die Aufgabe in Stuttgart nicht ausreiche.

Häme gegen Tayfun Korkut: Die Bilanz spricht Bände – für ihn

Es scheint wohl ein generelles Phänomen unserer Zeit zu sein, dass es via sozialer Medien einfacher scheint, gut ausgebildeten Führungskräften (und das muss man als Fußballlehrer in der Bundesliga ja wohl sein) die Fähigkeit abzusprechen, eine schwierige Situation zu lösen. Die obligatorischen hämischen „So reagiert das Netz auf die Verpflichtung von Korkut“-Artikel folgten, weil es offenkundig schien, dass der deutsch-türkische Fußballlehrer alleine aufgrund seines Punkteschnitts wohl nicht der richtige Mann für die Aufgabe in Stuttgart gewesen schien.

Dass sich die harsche Kritik dabei auf jemanden fokussierte, der selbst noch keinen Tag im Amt war, ist eigentlich bizarr – viel verwunderlicher ist jedoch, warum in der öffentlichen Wahrnehmung VfB-Präsident Dietrich und Sportvorstand Michael Reschke viel besser wegkommen. Beide waren jedoch sicherlich nicht unbeteiligt daran, dass aus einer eigentlich guten Ausgangslage (junge Mannschaft, Euphorie nach dem Aufstieg) plötzlich eine Situation entstand, in der man sich genötigt sah, den Trainer zu entlassen.

Tayfun Korkut führt den VfB in sichere Fahrwasser | Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

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Korkut selbst hat nach nur vier Wochen im Amt offenbar schon widerlegt, was die Kritiker vorher anprangerten: Er hat es geschafft, die wichtigen Punkte 21 bis 30 für den VfB zu holen, der sich damit zehn Spieltage vor Ende der Saison in eine gute Position gebracht hat, was den Klassenerhalt angeht. Mit zwei weiteren Siegen aus den kommenden Partien sollte der VfB auf der sicheren Seite sein und Korkut seine Aufgabe erfüllt haben – wahrscheinlich zur Überraschung derer, die seine neue Tätigkeit kritisierten, wahrscheinlich selber aber noch nie mit einer Mannschaft gearbeitet haben. Denn es ergab sich in Stuttgart, dass der neue Coach mit ein paar simplen, aber tiefgreifenden Anpassungen (und auch dem nötigen Spielglück) aus vier Spielen zehn Punkte holte.

Auf der nächsten Seite: Korkuts Änderungen und die Lage beim effzeh.

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