Haben sich Gremienvertreter des 1. FC Köln eigenmächtig mit Dietmar Beiersdorfer getroffen? Diese Vorwürfe weist Mitgliederratschef Stefan Müller-Römer scharf zurück.

Der 1. FC Köln kommt derzeit nicht zur Ruhe: Nach der Trennung von Peter Stöger sind die „Geißböcke“ auf der Suche nach neuer sportlicher Kompetenz. Neben einem neuen Trainer fahndet der effzeh derzeit auch weiter nach einem Nachfolger für Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport. Eingebremst wird der Klub dabei von internen Querelen, die immer mehr in die Öffentlichkeit drängen. Es geht um Indiskretionen, vermeintliche Alleingänge und die schwierige Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Mitgliederrat.

„Wir müssen mal über unsere Gremien nachdenken. Es ist bedenklich, was alles in die Öffentlichkeit gelangt ist“, befand der effzeh-Präsident auf der Pressekonferenz am vergangenen Sonntag und stellte damit sowohl den Mitglieder- als auch den prominent besetzten Aufsichtsrat, die beide nach effzeh.com-Informationen die aktuelle Arbeit des Vorstands kritisch beäugen, ins Achtung. Sowohl nach dem überraschenden Schmadtke-Aus als auch im Zuge der Trennung von Peter Stöger sowie der Suche nach einem neuen Frontmann für den sportlichen Bereich waren Interna an die Öffentlichkeit gelangt.

Müller-Römer: „Es gibt selbstverständlich keine Alleingänge“

Anwürfe, die Indiskretionen seien aus dem Mitgliederrat erfolgt, weist Gremiumschef Stefan Müller-Römer gegenüber effzeh.com von sich: „Der Mitgliederrat hat Vertrauliches immer als vertraulich behandelt. Wir äußern uns weder öffentlich zu Verhandlungsständen, noch geben wir den Medien Interna preis. Falsche Anschuldigungen dieser Art erschweren den internen Austausch nur zusätzlich“, erklärt der 49-Jährige.

Müller-Römer

Foto: Sebastian Bahr

Scharf reagierte er zudem auf Berichte der letzten Tage, in denen unter anderem ein angeblich heimliches Treffen mit Dietmar Beiersdorfer erwähnt wurde: „Zu Gesprächen mit potentiellen Kandidaten für den Posten Geschäftsführer Sport äußere ich mich nicht öffentlich. Nur so viel: Es gibt selbstverständlich keine Alleingänge von meinem Stellvertreter und mir. Alle Gespräche finden mit Wissen und Wollen des Vorstands statt. Die anders lautende Behauptung der Bild-Zeitung ist schlicht die Unwahrheit.“

Beiersdorfer gilt als Top-Favorit auf Schmadtke-Nachfolge

Die Bild-Zeitung hatte im Vorfeld der Schalke-Partie berichtet, Müller-Römer und der Beiratsvorsitzende Karl-Ludwig Kley hätten sich in einem Kölner Hotel mit Dietmar Beiersdorfer getroffen. Der ehemalige Hamburger, der 1996 eine Rückrunde lang für den effzeh spielte, soll nach Medienberichten ein ernsthafter Kandidat auf die Schmadtke-Nachfolge sein. Das angebliche Treffen mit Beiersdorfer wurde als Alleingang der Gremienchefs dargestellt – eine Darstellung, die nach übereinstimmenden Informationen falsch ist.

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1 Kommentar

  1. Sollte die BLÖD wirklich die Unwahrheit behauptet haben, sollte es für MR als Anwalt ja ein Leichtes sein, eine Gegendarstellung zu lancieren.

    Davon ab: Profis treffen sich bei geheimen entweder auf einer Autobahn-Raststätte oder im Puff, aber nicht im Luxushotel, in dem die Wahrscheinlichkeit, gesehen zu werden nicht grade gering ist. MR muss noch viel lernen.

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